Shinobido: Tales of the Ninja Test / Review

Shinobido: Tales of the Ninja

Darf man in der Haut eines Ninja unbemerkt über Dächer huschen, gut bewachte Schätze stehlen und gegnerische Wachen mit lautlosen Angriffen aus dem Hinterhalt erledigen, lacht das Herz eines jeden Stealth-Fans.

So auch bei Shinobido, das sich bezüglich Gameplay in vielerlei Hinsicht merklich an den sicherlich bekannteren Tenchu-Spielen orientiert – kein Wunder, denn für beide Spiele war derselbe Entwickler verantwortlich. Doch soll (und wird) dies in keinerlei Hinsicht störend auffallen, denn die gewohnte Kombination aus heimlicher Vorgehensweise und rabiaten Kampfsequenzen kann auch bei Shinobido nach wie vor gefallen.

Die Geschichte spielt sich im feudalen Japan des 16. Jahrhunderts ab. In der einst so friedlichen Provinz Utakata macht sich die Verzweiflung breit. Der Klan der Elite-Ninja, der die Gegend und seine Bewohner bisher vor Feinden schützte, wurde fast gänzlich ausgelöscht. Ohne seinen Schutz beginnen sich die Feinde Utakatas langsam zu rühren, so dass ein Krieg beinahe unausweichlich scheint. Als Letzter der Asuka-Ninja liegt es natürlich bei euch, sich an jenen rächen, die den Klan angegriffen haben und damit die drohende Kriegsgefahr rechtzeitig abzuwenden.

Bei Shinobido erwarten den Spieler verschiedene Missionstypen. Bei "Totale Zerstörung", der wohl einfachsten und dennoch motivierendsten Variante, sollen sämtliche Gegner möglichst unbemerkt und ohne direkte Konfrontation eliminiert werden. "Attentat" besitzt eine dazu sehr ähnliche Vorgabe, nur ist die Mission bereits mit dem Tod eines (meist gut bewachten) Gegners erfüllt. "Sammlung" und "Diebstahl" hingegen fordern von euch keine Todesstösse, sondern ein oder mehrere Objekte müssen im Feindesgebiet stibitzt werden. Abgerundet wird das Quintett an Spielvarianten von "Transport", bei dem ihr ein grösseres Objekt an diversen Patrouillen vorbeischmuggeln müsst. Leider geht gerade bei den letzten drei genannten Auftragstypen der eigentlich zentrale Stealth-Aspekt eines Ninjas teilweise stark verloren, da eine direkte Konfrontation zur Erfüllung der Mission oftmals zwingend wird. Sämtliche Aufträge wurden klugerweise auf Handheld taugliche Ausmasse zugeschnitten, so dass man innerhalb einer durchschnittlichen Zugfahrt problemlos den einen oder anderen Auftrag erfolgreich abschliessen kann.

Die Steuerung geht grundsätzlich gut von der Hand. Eine bis auf wenige Ausnahmen gut funktionierende Lock-On Funktion erleichtert euch bei direkte Konfrontationen das Ninja Leben zudem erheblich. Leider ist es nicht möglich, die oftmals störrische Kamera manuell zu justieren, da das Steuerkreuz zum Einsatz verschiedene Gegenstände sowie des übrigens äusserst nützlichen Enterhackens verwendet wird. Verhädert sich der virtuelle Kameramann an einer Ecke oder verweigert euch den Blick auf eine Patrouille, bleibt so zur Orientierung nur der Wechsel in die Egoperspektive. Gerade bei hektischen Kämpfen gegen mehrere Aggressoren geht die Übersicht so regelmässig komplett verloren und man vermisst die Möglichkeit einer einfachen, schnell zugänglichen Nachjustierung der Perspektive umso stärker.

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Game Info

  • Genre:
    Stealth-Action
  • Entwickler:
    Acquire
  • Publisher:
    SCEE
  • Spieler offline:
    4
  • Releasedatum:
    05.02.2007 (erschienen)

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