Disgaea: Afternoon of Darkness Test / Review
Disgaea: Afternoon of Darkness
Durften Fans von Strategie-RPGs diesen Winter mit Final Fantasy Tactics bereits die Portierung eines grossen Genre-Vertreters begrüssen, beschert uns Nippon Ichi Software mit Disgaea: Afternoon of Darkness nun ihrerseits den PS2 Klassiker aus dem Jahr 2004 als Neuauflage für Sonys Handheld. Das Ergebnis ist dabei so bizarr wie eh und je, dürfte aber nach wie vor nicht alle Geschmäcker ansprechen.
Disgaea erzählt die Geschichte von Laharl, einem hochnäsigen Dämon und Sohn des Herrschers der Netherworld, der nach einem kurzen, zweijährigen Nickerchen aufwacht, um festzustellen, dass sein alter Herr das Zeitliche gesegnet hat und in der Unterwelt ein Machtkampf um deren Vorherrschaft entbrannt ist. Zusammen mit seiner nicht so vertrauenswürdigen Vasallin Etna, dem liebesverrückten Engel in Ausbildung Flonne und einer Truppe Prinnies, Pinguin-Dämonen mit den Seelen von Verbrechern, welche jeden zweiten Satz mit einem genüsslichen "Dood” beenden, macht sich der skrupellose Rotzlöffel auf, in der Unterwelt aufzuräumen und seinen rechtmässigen Thron zu beanspruchen.Die Prämisse von Disgaea ist dabei genauso abgefahren wie der Rest des Spiels, das gespickt ist mit jeder Menge Selbstironie und einer gehörigen Portion japanischem Humor. Dabei scheint auf den ersten Blick nur wenig auf die unbeschreibliche Komplexität hinzudeuten, die in jedem Aspekt von Disgaea steckt, im Gegenteil bleibt die Optionsvielfalt insbesondere was das Kampfsystem anbelangt zunächst vergleichsweise eingeschränkt und simpel. Auf den isometrischen Schlachtfeldern wird sich dabei komplett rundenbasiert auf die Zwölf gegeben, wobei jeder der bis zu 10 Charaktere, die ihr in den Kampf schickt sich jeweils einmal pro Zug bewegen und eine Aktion wie ein Angriff oder Zauber ausführen darf.
Doch schon bald offenbaren sich die durchgeknallten Mechanismen, welche zum Experimentieren einladen und das Spiel zu einem so einzigartigen Erlebnis machen. Da wären zunächst die Geo Panel, welche die Felder eurer Kampfarenen in verschiedene Farben tauchen. Legt ihr ein in der Gegend herumliegendes Geo Symbol auf eines dieser Felder, erhalten alle gleichfarbigen Gebiete eine Zusatzeffekt, die aktiv werden, solange ihr darauf steht. Dies kann von simplen Statusverbesserungen oder zusätzlichen Attacken bis hin zu wahllosem Teleportieren oder gar Unverwundbarkeit reichen, was manche Scharmützel in riesiges Chaos stürzen kann, aber dem gewieften Taktiker auch jede Menge Optionen beschert.Doch nicht nur Geo Symbole können umplatziert werden, jeder eurer humanoiden Recken kann Freund wie Feind hochheben und umherwerfen um grössere Distanzen oder Abgründe zu überwinden oder ihn halten, um einen Feind am Zug zu hindern. Ihr dürft auch Monster ineinanderwerfen, wobei das Resultat ein noch stärkeres Monster sein wird, mit dem ihr euch messen könnt. Prinnies hingegen können mit dieser Methode zu Bomben umfunktioniert werden, denn wie wir alle wissen, explodieren Pinguine, wenn sie geworfen werden; zumindest in der Netherworld.
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Game Info
- Genre:
Strategie-Rollenspiel - Entwickler:
Nippon Ichi Software - Publisher:
THQ, Koei - Spieler offline:
2 - Releasedatum:
13.12.2007 (erschienen)
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