Monster Hunter Freedom Unite Test / Review

Monster Hunter Freedom Unite

Neulingen verlangt Freedom Unite einige Einarbeitungszeit ab, mit einer Fülle von (optionalen) Tutorials, welche die enorme Spieltiefe Stück für Stück erörtern. Da wäre zunächst einmal die breite Auswahl an 11 verschiedenen Bewaffnungen, von einer Vielzahl an Schwertertypen und Keulen bis hin zu Fernkampfwaffen wie Bögen, Armbrüsten und einer mächtigen Gewehrlanze. Jede Waffengattung besitzt ihre eigenen Merkmale, die sich spielerisch deutlich bemerkbar machen und unbedingt verinnerlicht werden sollten. So können Breitschwerter als Schildersatz benutzt werden und teilen enormen Schaden aus, sind aber durch ihr Gewicht extrem langsam, während Doppelschwert-Kämpfer sehr agil sind, dafür aber keine Defensive besitzen. Bögen wiederum besitzen eine höhere Reichweite als Armbrüste, verlangen aber ein gutes Augenmass und Zielfertigkeit, während Gegner nach einem kräftigen Keulenschlag gerne etwas benommen zurückbleiben.

Natürlich endet die Komplexität hier keineswegs. So muss insbesondere auch das Terrain in die Planung mit einbezogen werden, schliesslich hält ein dicker Pelzmantel zwar in der eisigen Bergwelt schön warm, ist tagsüber in der kochend heissen Wüste hingegen weit weniger angebracht. Insbesondere gegen mächtige Bossgegner sollte man sich zudem vor der Abreise ausreichend informieren und gegebenenfalls mit den gehorteten Werkzeugen zusätzliche Hilfsmittel wie Granaten, Giftpfeile oder Fallen basteln, um deren Schwachstellen offenzulegen. Wer besonders ambitioniert an einen Kampf antritt, packt sogar ein Netz und ein paar Beruhigungsmittel ein, um die Bestie lebend zu fangen, was besonders wertvolle Belohnungen mit sich bringt, doch unnötig zu erwähnen, dass das Einfangen in den ersten Spielstunden kaum möglich ist, hat man doch schon alle Hände voll zu tun, überhaupt am Leben zu bleiben.

Monster Hunter ist insofern ein äusserst bemerkenswerter Titel, da hauptsächlich das eigene Können über Sieg oder Niederlage entscheidet. Selbstverständlich können immer bessere Rüstungen aus den Überresten eurer Beute geschmiedet werden und stärkere Waffen sorgen im Wettrüsten gegen die immer herausfordernden Wyvern für faire Verhältnisse, doch letztlich liegt es an den eigenen Reflexen und besonders dem Erkennen der Bewegungsmuster eurer Widersacher, ob ihr als Sieger ins Dorf zurückkehrt. Es gibt keinerlei Erfahrungspunkte zu gewinnen oder Attribute hochzustufen, um einen harten Gegner zu überwinden, einzig die richtige Taktik und makellose Ausführung lassen einen am Ende triumphieren. Dies macht denn auch einen Sieg nach langem Kampf umso euphorischer, im Gegenstück wird aber ein scheinbar unüberwindbarer Gegner zum Stolperstein und in einigen Dutzend Spielstunden musste auch ich das Spiel in wilder Rage beenden, nur um Minuten später doch wieder einen neuen Anlauf zu starten.

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Game Info

  • Genre:
    Action-Adventure
  • Entwickler:
    Capcom
  • Publisher:
    Capcom
  • Spieler offline:
    4
  • Releasedatum:
    26.06.2009 (erschienen)
Technische Details  
Teilinstallation auf Festplate Optional
Grösse der Installation 580 MB

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