
PlayStation Portable
PSP GO: Hands-On Special
Mit der der PSP GO erwartet uns ab dem ersten Oktober eine neue Version von Sonys Hosentaschen-PlayStation. Wir konnten nun exklusiv die ersten Geh- bzw. Spielversuche mit der neuen PlayStation Portable wagen...
Nachdem wir bisher nur die offiziellen Pressebilder des neuen Handhelds bewundern durften, machte sich auch bei uns die Befürchtung breit, die deutlich verminderten Masse der PSP GO würden speziell bei Leuten mit grösseren Händen zwangsläufig entscheidende Bedienungsprobleme oder unangenehme Fingerkrämpfen auslösen. Nach einem ausgiebigen Probespiel verschiedenster Titel (darunter auch Vorab-Versionen von Gran Turismo, Little Big Planet und MotorStorm: Arctic Edge) kann ich aber aus eigener Erfahrung und trotz meiner vergleichsmässig grossen Flossen berichten, dass sich das Handling insgesamt kaum von den Vorgängermodellen unterscheidet. Sowohl die Schultertasten als auch alle anderen Bedienelemente lassen sich jederzeit bequem erreichen.
Dennoch lassen sich in Bezug auf die Bedienung verständlicherweise einige Unterschiede erkennen, die wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen. Sämtliche frontalen Tasten (Steuerkreuz, Aktionstasten, Start und Select) verfügen über eine leicht kürzeren Weg bis zum Druckpunkt. Dies ist hauptsächlich der dünneren Bauform der PSP GO zuzuschreiben. Der Analog-Stick sitzt dagegen etwas tiefer im Gehäuse, verfügt jedoch über die gewohnte Grösse sowie den vertrauten Hebelweg nach links, rechts, oben und unten. Die kreisförmige Mulde, in welcher das feinfühlige Steuerelement Platz fand, ist mit dem rechten Daumen bequem erreichbar und sorgt gleichzeitig für den nötigen "Spielraum" des Sticks.
Abgesehen von dem bekannten Home-Button der PSP, der in der neuen Version einem "PlayStation Button" mit identischer Funktion weichen musste, befinden sich alle restlichen Knöpfe an der Front der PSP GO. Zur Einstellung der Lautstärke, des Equalizer-Profils sowie der Bildschirmhelligkeit geschieht in Zukunft entsprechend nicht mehr über die Daumen, sondern über die Zeigefinger an der Stirnseite. Die beiden Schiebschalter für WLAN und Power / Hold entdeckt man dagegen wie bei dem ersten PlayStation Portable Modell (PSP 1000) an der rechten bzw. linken Seite PSP GO.
Im Vergleich zur ersten PSP-Version ist die jüngste PlayStation Portable rund 50 Prozent kleiner (12.8 x 1.6 x 6.9 cm) und 40 Prozent leichter (158 Gramm). Dies wurde nicht zuletzt durch die Entfernung des UMD-Laufwerks erreicht, anstelle dessen nun ein interner Speicher von 16 GB als Trägermedium für die Spiele rückte. Wer sich also für die PSP GO entsprechende Software kaufen will, muss zwangsläufig den virtuellen Gang zum PlayStation Store über das Internet wagen. Natürlich stellt sich in dieser Hinsicht auch uns die Frage, ob dieser "Zwang" zum rein digitalen und nicht länger physischen Erwerb von Games von der breiten Masse akzeptiert wird. Letztendlich zeigen aber die teilweise beachtlichen Verkaufszahlen einiger PSN-Titel auf der PlayStation 3, dass der Weg für eine derartige Verbreitung von Software sicherlich bereits geebnet wurde. Zudem werden voraussichtlich pünktlich zum Erscheinen der PSP GO auch eine Art Prepaid-Karten für den PlayStation Store erhältlich sein, die den Besitz einer Kreditkarte zum Online-Kauf von PSP-Software nicht mehr länger notwendig machen.
Besitzer von umfänglichen UMD-Sammlungen werden jedoch auch beim Kauf der "neuen" PSP vorerst zum Spielen der bereits erworbenen Games nicht auf ihr altes Modell verzichten können. Wie wir bereits in einem entsprechenden News-Post berichtet haben und uns auch inoffiziell von Sony Computer Entertainment bestätigt wurde, bestehen zwar schon Pläne, ältere PSP-Titel als Download verfügbar zu machen und diese den Besitzern der originalen UMD eventuell gar kostenfrei anzubieten - genaue Daten oder anderweitige, offizielle Angaben dazu liegen uns aber noch nicht vor.
Der erhöhte Festspeicherplatz von 16 GB ermöglich zudem eine neues Feature, über das bisher noch kaum berichtet wurde: Die direkte, dauerhafte Pausierung des laufenden Spiels. Natürlich konnte man ein Spiel schon auf den Vorgängermodellen jederzeit pausieren und die PSP bis zur Wiederaufnahme des aktuellen Abenteuers in den Standby-Modus versetzen. Die neue Option ermöglicht euch aber, den gerade vorherrschenden Spielstand in den Festspeicher der PlayStation Portable zu schreiben – wodurch dieser auch beim kompletten Verlust jeglicher Spannungsversorgung (sprich: bei vollständig geleertem Akku) erhalten bleibt und jederzeit wieder geladen werden kann. Am besten läst sich diese Funktion mit dem Ruhezustand von Windows-PCs oder einem dauerhaften "Instant Save" vergleichen. Dadurch leert sich bei der PSP GO zwischen einem Spielunterbruch und der Wiederaufnahme auch nicht zwangsläufig der Akku zusehends, weil ein gewisser Standby-Strom verbraucht wird.
Durch die kleinere Bauform wird das Gerät letztlich auch als ständiger Begleiter und MP3-Player deutlich attraktiver als seine Vorgänger. Da ist es nur konsequent, dass die Mediaplayer-Funktionen selbstverständlich auch in geschlossenem Zustand zur Verfügung stehen. Nach unserem momentanen Kenntnisstand wird ein Köpfhörer-Set mit einer handlichen Kabelfernbedienung jedoch nicht mitgeliefert. Ob, wann und zu welchem Preis ein solch sinnvolles Zubehör erhältlich sein wird, konnten wir bedauerlicherweise ebenso (noch) nicht in Erfahrung bringen.
Nach dem ersten Kontakt mit der PSP GO besteht unsererseits kein Zweifel mehr, dass sich der jüngste Spross der PlayStation Portable Hardware-Sippe perfekt in das Familienbild einfügen wird. Die PSP GO soll nämlich die Vorgängermodelle keinesfalls ersetzen, weshalb der Softwarenachschub auch in physikalischer UMD-Form garantiert so schnell nicht abreissen wird. Die kleineren Abmessungen sowie die Beschränkungen auf Download-Inhalte werden insbesondere die hochmobilen, der vernetzten Welt offen entgegenblickenden PlayStation-Fans ansprechen – was eventuell gar die Zielgruppe der PlayStation Portable noch erweitern wird. Einzig der im direkten Vergleich zum Vorgängermodell deutlich höhere Kaufpreis von 375.00 CHF / 249 Euro (PSP 3000 – 249.00 CHF) dürfte wohl einige PSP-Fans am 1.Oktober vom Griff zur weissen oder schwarzen PSP GO abhalten.
am 30.07.2009 9:30
Game Info
- Genre: Artikelgruppe
- Entwickler: SCEI
- Publisher: SCEE
- Releasedatum: 01.09.2005 (erschienen)
Screenshots
-
God of War: Ghost of Sparta
[25.10.2010 18:10] Review
Der Kriegsgott steigt erneut vom Olymp herab, um seine Anhänger auf Sonys PSP zu erfreuen. Ob Kratos'... -
Valkyria Chronicles 3
[16.09.2010 20:14] Video News
Der TGS-Trailer -
Valkyria Chronicles 3
[15.09.2010 22:40] News
Valkyria Chronicles 3 angekündigt -
God of War: Ghosts of Sparta
[20.08.2010 12:27] Screenshot News
5 neue Bilder zum zweiten PSP God of War -
God of War: Ghost of Sparta
[16.06.2010 9:45] Screenshot News
Wir haben für euch die neusten Bilder zu Kratos’ zweitem PSP-Auftritt -
E3 2010
[13.06.2010 17:01] Top News
E3 Live Ticker von der Sony Pressekonferenz



