
Ridge Racer
Ridge Racer Test / Review
Keine neue Sony Konsole ohne einen weiteren Teil von Namcos Arcade Raserei
Dem obigen Moto scheint man sich auch zum Launch der PlayStation Portable treu zu bleiben. Kein Wunder, hatte es Namco bisher doch immer vorzüglich verstanden, bereits zum Erscheinen einer Sony Konsole mit den Ridge Racer Spielen eindrücklich zu zeigen, was die Hardware zu leisten vermag. Ein Brauch, der auch von dem jüngsten Spross der Serie für die PSP imposant fortgesetzt wird.
Nach dem knapp mässigen Multiplattformtitel "R: Racing Evolution“ des letzten Jahres, mit dem Namco den Spagat zwischen Simulation und Arcade-Action versuchte und leider kläglich scheiterte, werden sich mit Sicherheit viele enttäuschte Fans der Vorgänger wieder richtig über das PSP Ridge Racer freuen können. Vergessen sind die schleppenden Rennen und das störrische Fahrverhalten von "R: Racing Evolution“. Endlich heisst es wieder Gas bis zum Anschlag durchdrücken und mit Highspeed durch die Kurven driften!
Auf den ersten Blick wurde deshalb an dem Spielprinzip von "Ridge Racer V“ nichts verändert. Schon nach fast beängstigend kurzer Übungszeit gelingen blitzschnelle Drifts um die engsten Kurven und die ersten Siege in insgesamt 39 bevorstehenden Meisterschaften gegen 11 Konkurrenten lassen kaum lange auf sich warten. Um jedoch eine Prise Neuerung und Taktik ins bekannte Gameplay zu bringen, verfügt ihr nun über drei Nitroboosts. Diese Turboschübe müssen jedoch erst durch exzessives Powersliding aufgefüllt werden. Ist mindestens eine Anzeige gefüllt, braust ihr nach dem Druck auf die rechte Schultertaste für kurze Zeit eine ganze Ecke schneller über den Asphalt.
Die 12 Strecken mit jeweils zwei Ausbaustufen werden euch mit Sicherheit für einige Zeit beschäftigen. Aber nur zwei wurden exklusiv für die PSP erstellt. Die restlichen zehn stammen aus vergangenen Ridge Racer Games, wobei jeder der letzten vier PlayStation(2) Titel zwei Tracks beisteuerte. Zwei weitere Kurse aus dem bisher spielhallenexklusiven "Rave Racer“ komplettieren das Dutzend. Dieses Recycling mag vielleicht alteingesessene Fans etwas abschrecken, dafür sind alle Strecken garantiert drifttauglich und lassen sich wunderbar flüssig fahren. Da bisher jedes Ridge Racer seinen ganz eigenen Stil vorwies, fällt die grosse Abwechslung im Kursdesign durch die Mischung der verschiedenen Charakteristiken äusserst positiv auf. Die betagteren Tracks wurden zudem grafisch stark überarbeitet und erstrahlen in bislang ungesehenem Glanz.
Neben dem Meisterschaftsmodus sorgt besonders der Multiplayermodus über Wlan für bis zu acht Spieler für erhöhten Dauerspassgehalt. Zwar konnten wir das Ganze mangels Testgeräten nur mit 2 Spielern testen, die Jagd nach wertvollen Sekunden macht aber bereits mit der minimalen Mitspielerzahl mächtig Laune. Speziell der Einsatz der Turbos will sorgfältig geplant werden, denn wenige Sekunden vor der Zieleinfahrt noch überholt zu werden ist mehr als ärgerlich.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Namco
- Publisher: Namco
- Spieler offline: 8



