
Wipeout Pure
Wipeout Pure Test / Review
Und der Name ist Programm…
Bereits der Namen verdeutlicht, dass die Entwickler von Sonys Studio Liverpool beim ersten PSP-Auftritt der bekannten Wipeout Franchise wieder zurück zu den alten Stärken finden wollen. Somit verwundert es nicht, dass ziemlich alle Neuerungen des weniger erfolgreichen PS2-Ablegers "Wipeout Fusion“ wieder der Schere zum Opfer fielen: Weder die weiträumig offenen Streckenabschnitte noch der Zwang zum starken Waffeneinsatz finden sich hier wieder.
Und die Rechnung der Entwickler scheint voll aufzugehen. Gerade die Fans der drei PSone Episoden werden sich sofort heimisch fühlen. Die eng gehaltenen Kurse fordern dem Spieler einiges an Lenkkunst ab. Könnt ihr in den anfänglichen Klassen noch vergleichsmässig gemächlich über die Kurse tuckern, erweisst sich die zunehmende Geschwindigkeit ab der dritten der fünf Ligen als nicht zu unterschätzende Herausforderung. Wer gefährliche Kurven nicht kennt oder den eigenen Gleiter auf den futuristischen Achterbahnstrecken nicht im Griff hat, wird auch mit Waffengewalt die vordersten Plätze kaum erreichen. Gerade ungeübte Piloten werden einiges an Training brauchen, bis sie mittels geschicktem Einsatz der seitlichen Airbreaks über die beiden Schultertasten ohne Bandenkontakt durch die Kurven flitzen.
Die elf gegnerischen Fahrer liefern euch nicht selten gnadenlose Kämpfe um die bessere Platzierung. Selbst vor dem gezielten Einsatz der Extras wie Minen, Raketen, Schilden oder der durchschlagskräftigen Erdbebenattacke schrecken sie nicht zurück. So solltet ihr stets ein Auge auf eure restliche Schildenergie haben, denn die Schildladestreifen in Zielnähe der bisherigen Episoden sind bei Wipeout Pure nicht mehr vorhanden. Dafür dürft ihr jedes aufgenommene Extra, anstatt es direkt einzusetzen, auf Wunsch in eine kleine Menge der wertvollen Schildenergie umwandeln.
Neben den klassischen Modi "Single Race“, "Time Trial“ und "Tournament“ macht natürlich auch Wipeout Pure von der Wlan Funktion der PlayStation Portable gebrauch. Bis zu acht Spieler können sich dadurch wahlweise in Einzelrennen oder ganzen Tournieren messen. Wie bei "Ridge Racer“ fehlen im Multiplayer jedoch die CPU-Kontrahenten. Etwas Spezielles liessen sich die Entwickler mit dem "Zone“ Modus einfallen: Hier rast ihr alleine so lange durch einen von vier Kursen, bis die Schildenergie eures Gleiters zu neige geht. Die Geschwindigkeit nimmt dabei nach jeder Runde unerbitterlich zu.
Über den Menüpunkt "online“ können zwar keine Rennen gegen weit entfernte Kollegen geführt werden, dafür lassen sich mittels des integrierten Browsers von der offiziellen Seite neue Strecken, Gleiter und andere Goodies nachträglich herunterladen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein ans Internet angebundener Wlan Access Point in der Nähe. Für die uns vorliegende japanische Version wurden bereits zwei der angekündigten sechs Bonuspakete veröffentlicht. Jedes Paket benötigt rund 4-5 MB Speicherplatz – Spieler, die also alle Upgrades wollen, werden wohl kaum um den Kauf eines grösseren Memory Sticks herumkommen. Sowohl für die PAL- als auch für die US-Version wurden die entsprechenden Downloads ebenfalls bestätigt.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: SCE Studio Liverpool
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 8



