
Lumines
Lumines Test / Review
Was machte ein Puzzlespiel wie Tetris weltweit bekannt und erfolgreich? Klar: Ein simples und eingängiges Spielprinzip, dem man sich aber trotz (oder eben wegen) dieser Einfachheit nur schwer wieder entziehen kann. Eigenschaften, die sicherlich auch Lumines treffend beschreiben…
Auf den ersten Blick verwundert es so auch nicht, dass Lumines dem unvergesslichen GameBoy-Puzzler gleicht. Vom oberen Teil des Bildschirms fallen in regelmässigen Abständen quadratische Blöcke aus jeweils zwei mal zwei Grundsteinen. Bereits hier zeigen sich die ersten Unterschiede zu Tetris, denn andere Steinkombinationen gibt es nicht. Dafür können die kleineren Grundelemente jeweils eine von zwei verschiedenen Farben annehmen. Durch Drehen und Verschieben der nachrückenden Steine sollt ihr nun immer mindestens einen gleichfarbenen zwei mal zwei Block im Spielfeld zusammenbekommen. So kombinierte Blöcke verschwinden, sobald ein ständig im Takt der Musik von links nach rechts laufender Strich (genannt Timeline) sie kreuzt.
Je mehr gleichfarbene Blöcke ihr so kombiniert, desto mehr Punkte regnet es beim Abbau dieser. Dabei müssen es aber immer mindestens vier gleichfarbene Steine in quadratischer Form sein. Zusätzliche Blöcke müssen ebenfalls eine weitere Quadratform ergeben, damit sie vom Spielfeld verschwinden. Die so abgebauten Blöcke hinterlassen natürlich freien Platz, wodurch teilweise noch nicht farbig korrekt kombinierte Steine von oben nach unten nachrutschen. Punktesteigernde Combos sind deshalb keine Seltenheit und können nach kurzer Eingewöhnungszeit auch bewusst herbeigeführt werden. Besonders effektiv verbannt ihr die Klötze mit speziell gekennzeichneten Steinen vom Screen: Befindet sich ein solcher innerhalb einer abzubauenden Gruppe, lösen sich sämtliche direkt verbundenen Steine gleicher Farbe ebenfalls in Luft auf. Geschickt eingesetzt kann dies schon mal die Rettung (bzw. den Sieg) in letzter Sekunde bewirken.
Was Lumines jedoch klar von der Mehrheit anderer Genrevertretern abhebt, ist die wundervolle Präsentation von Bild und Ton. Natürlich reizt das Spiel die grafischen Möglichkeiten der PSP im Vergleich zu einem Ridge Racer oder Wipeout Pure nicht wirklich aus, ist aber dennoch weitaus aufwendiger gestaltet als die meisten bekannten Puzzlespiele. Jede Schwierigkeitsstufe hat ihr eigenes "Skin“, welche in Aussehen, Soundeffekten und Hintergrundmusik deutlich variieren. Der hervorragende, elektronische Soundtrack, welcher sich dynamisch am aktuellen Spielgeschehen und euren Eingaben anpasst, sowie die variantenreichen, grafischen Styles lassen das Game schon fast als Gesamtkunstwerk erscheinen.
Eine breite Auswahl an Spielmodi macht den Puzzlespass beinahe perfekt. Neben dem zentralen Challenge Mode, in dem ihr in fester Reihenfolge die verschiedenen Skins durchspielt, warten ein Time Attack und Puzzle Modus auf eifrige Solospieler. Während in Ersterem das Erreichen einer möglichst hohen Punktzahl innerhalb einer bestimmten Spielzeit verlangt wird, versucht ihr im Zweitgenannten mit den Steinen unter Zeitdruck vorgegebene Formen zu erzeugen. Für Duelle gegen menschliche Kontrahenten oder wahlweise auch gegen die CPU bietet sich der Versus Modus an, in dem das Spielfeld in zwei Hälften geteilt wird. Je mehr Punkte ihr macht, desto grösser wird euer Teil des Feldes. Im Gegenzug verkleinert sich natürlich gleichzeitig das Platzangebot des Gegenspielers, wodurch sich die Steine auf seiner Seite schneller der oberen Grenze und dem damit verbundenen Game Over nähern.
am 30.08.2005 11:35
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Q Entertainment
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2



