Coded Arms

Coded Arms Test / Review

Bisher standen First-Person Shooter hauptsächlich wegen mangelnder Hardwareleistung der Handheldkonsolen unter einem schlechten Stern. Doch trotz der höheren Rechenpower der PSP kann der erste Egoshooter-Vorstoss von Konami leider nicht vollends überzeugen.

Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Ihr seid ein Hacker, der sich im Cyberspace bewegt und mit (virtueller) Waffenkraft gegen bösartige Programme in Form von Roboter und Insekten zur Wehr setzt. Im Einzelspielermodus wählt ihr euch in die jeweils sechs Stages pro Level ein und schiesst nach Möglichkeit alles über den Haufen, was sich euch in den Weg stellt. Um den Levelausgang zu öffnen, muss jeweils ein besonders hartnäckiger "Gatekeeper“ gefunden und zerstört werden. Um gegen die unzähligen Fieslinge gewachsen zu sein, könnt ihr im Laufe des Spiels auf rund 30 Argumentationsverstärker wie Pistole, Pumpgun, Uzi, Scharfschützengewehr oder Raketenwerfer zurückgreifen. Diese und andere Extras lassen zerstörte Gegner (in Form von Programmcode) zurück.

Bereits beim ersten Betreten eines Levels zeigt sich eines der Hauptprobleme von Coded Arms: Obwohl verschiedene Steuerungsarten im Optionsmenü zur Auswahl stehen, muss man sich erstmal an das ungewöhnliche Handling gewöhnen. Die Standardvariante, bei welcher ihr euch mittels des Analog-Sticks bewegt und über die vier Aktionstasten die Blickrichtung ändert, erweist sich schnell als absolut ungeeignet, da ihr mit dieser mangels Genauigkeit trotz automatischer Zielhilfe wohl nur durch Zufall einen Gegner treffen werdet. Als beste Wahl stellte sich unserer Meinung nach die genau umgekehrte Variante heraus, bei welcher die Blickrichtung mit dem Stick und die Bewegung mit den vier Buttons kontrolliert wird. Die Controlls wirken aber auch dann trotz grundsätzlich funktionaler Belegung nicht optimal auf den Handheld bzw. den Spieler abgestimmt. Erst nach einiger Eingewöhnungszeit werdet ihr den Protagonisten genügend genau durch die Levels dirigieren können. Von einer intuitiven Steuerung kann also keinesfalls die Rede sein.

Das sehr gradlinige Gameplay bietet zwar ununterbrochene Shootouts, wird aber bei den meisten Spielern bereits nach einer Handvoll absolvierter Levels mit Sicherheit zu einer gewissen Ermüdungserscheinung führen. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich im ziemlich simplen und variantenlosen Aufbau der Levels. Diese werden nach dem Baukastenprinzip aus verschiedenen Teilen wie Korridoren oder Räumen von einem Zufallsgenerator erstellt, welcher aber nur selten wirklich variantenreiche Kombinationen der verschiedenen Elemente liefert. Das Resultat sind jeweils grössere Räume, die von einzelnen Korridoren oder Aufzügen miteinander verbunden werden.

Bedauerlicherweise leidet auch der Multiplayermodus unter den zu simplen Maps, immerhin sorgen die zufallsgenerierten Karten aber hier für die nötige Abwechslung. Habt ihr bis drei Mitspieler (samt PSP und Coded Arms UMD) zur Hand, bieten die Modi "Deathmatch“, Last Man Standing“ und "Keep the Mark“ deutlich mehr Spielspass als wenn ihr alleine gegen die nicht gerade intelligenten CPU-Gegner antretet.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Konami
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 4

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