Everybody's Golf

Everybody's Golf Test / Review

Konnte die Serie bereits zu PSone Zeiten in Japan viele Fans finden, schaffte bisher noch kein Titel den Sprung nach Europa. Pünktlich zum Start der neuen Konsole überrascht uns Sony aber mit der Veröffentlichung des portablen Ablegers in den PAL-Gefilden.

Fans der hierzulande noch immer als nobel geltenden Sportart sollten sich von dem japanophilen Design nicht abschrecken lassen. Hinter der vielleicht kindlich anmutenden Aufmachung von Everybody’s Golf verbirgt sich ein traditionelles Golfspiel, das selbst mit dem namhaften Konkurrenten aus dem Hause Electronic Arts mithalten kann. Auf insgesamt sechs 18-Loch-Kursen spielt ihr in einer Vielzahl von Turnieren und Partien gegen einzelne Kontrahenten nicht nur die verschiedenen Plätze selbst frei, sondern erhascht durch Siege auch bessere Ausrüstungsgegenstände oder Klamotten und Accessoires, welche die Fähigkeiten eures Charakters verbessern.

Gerade für den Handheldsektor erweisst sich die altbekannte Drei-Klick-Steuerung im Gegensatz zum neumodischen Analogschwung als ausgezeichnete Wahl. Die Richtung des Abschlages wird mittels des Steuerkreuzes verändert, was trotz verzicht auf die analoge Methode genügend Präzision für exakte Treffer garantiert. Zur besseren Übersicht lässt sich die Kamera jederzeit in verschiedenen Einstellungen frei auf dem Feld sowie dem Zielgebiet bewegen. Befindet sich die Anzeige zur Schussstärke erstmals in Bewegung, können geübte PSP-Golfer dem Ball wiederum über einen entsprechenden Druck auf das Steuerkreuz zusätzlichen Spin mit auf den Weg geben.

Die Kurse wurden sehr ansprechend designt und bieten genügend Abwechslung. Sechs Plätze sind zwar nicht gerade eine ausgesprochen üppige Auswahl, besonders die letzten zwei werden aber auch geübten Spieler einiges an Können abverlangen. Wer bis zu sieben Mitgolfer zur Hand hat, kann diese natürlich auch in sämtlichen Modi über Wlan herausfordern. Auf Wunsch können in Partien gegen menschliche Spieler auch teilweise etwas bizarre Zusatzregeln aktiviert werden. Ansonsten zeigen sich im Mehrspielermodus aber keinerlei Veränderungen im Vergleich zur Solovariante.

Grafisch macht das Spiel dank dem liebvoll, kindlichen Design einen gelungenen Eindruck. Von der rein technischen Seite her betrachtet kann der comicartige Look mit eher schlichten Texturen und Effekten natürlich nicht mit dem optischen Feuerwerk eines Ridge Racers mithalten. Dank kleineren Griffe der Entwickler in die Effekttrickkiste und überzeugenden Animationen kann sich der Titel aber noch problemlos in der "Gut“-Wertungskategorie platzieren.

Abseits einer grosszügigen Palette an Soundeffekten und kleineren Kommentaren der Sportler werdet ihr von eher ruhigen Pianoklängen akustisch unterhalten. Insgesamt erwartet euch musikalisch also nichts aussergewöhnliches, die Melodien untermalen das Geschehen aber selbst bei längeren Partien passend ohne auch nur einmal störend aufzufallen. Einzige gewisse Floskeln der beteiligten Golfer beginnen sich deutlich zu früh zu wiederholen.

Eingetragen von jh
am 30.08.2005 12:42

Fazit

Lasst euch vom niedlichen Design nicht abschrecken lassen, denn dahinter verbirgt sich ein tadelloses Golfspiel. Die eingängige Steuerung bietet sowohl Anfängern einen leichten Einstieg ohne Profis in ihren Möglichkeiten zu behindern. Die sechs Kurse sowie die Vielzahl an verschiedenen Turnieren bieten zudem genügend Abwechslung, um auch längerfristig zu motivieren. Wer auf die realitätsnahe Grafik eines Tiger Woods verzichten kann, wird in Everybody’s Golf garantiert sein Golf-Glück finden.

Wertung

Gameplay
8.3
Langzeitmotivation
7.8
Präsentation
7.7
Grafik
7.1
Sound
6.9
Total
8.0
Sehr Gut
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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: Clap Hanz
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 8

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