Metal Gear: Acid

Metal Gear: Acid Test / Review

Einmal mehr besetzen bösartige Super-Terroristen ein Labor und es liegt allein an Solid Snake, das Gelände zu infiltrieren und die Psychotruppe in ihre Schranken zu weisen. Doch diesmal werden die Karten neu gemischt…

…und das nicht nur im sprichwörtlich Sinn, denn der grundlegende Ansatz hat sich immer Vergleich zu den Vorgängern drastisch geändert. Wie bereits im Vorfeld berichtet, mutierte das Stealth-Action Game für den ersten PlayStation Portable Auftritt zu einer Art Rundenstrategiespiel mit Karten. Zwar verfügt Snake noch immer über die bekannten Fähigkeiten und kann nach wie vor elegant über Geländer springen, sich unter Kisten verstecken, durch enge Tunnels kriechen sowie mittels Klopfzeichen Wachen anlocken. Nur mit dem Unterschied, dass ihr in Metal Gear Acid dafür die bereits erwähnten Karten benötigt.

Jeder Einsatz startet mit sechs Karten auf der Hand, die aus einem Deck von anfänglich maximal 30 Karten zufällig gezogen werden. Nach jeder Runde bekommt ihr zwei neue Spielkarten von dem Deck, vorausgesetzt es sind nicht schon alle sechs verfügbaren Plätze auf der Hand reserviert. Natürlich könnt ihr nur jeweils die Aktionen ausführen, zu welcher ihr auch die passende Karte habt. Fehlt beispielsweise eine Socom- oder Famas-Karte, wird auch nicht geballert. Einzig zur stehenden oder kriechenden Fortbewegung könnt ihr beinahe jede Karte verwenden, wobei sich aber gewisse Exemplare besser eignen als andere.

Richtig Taktik kommt jedoch erst im Zusammenhang mit den Kosten für die einzelnen Aktionen ins Spiel, welche die Zugreihenfolge von Snake und seinen Kontrahenten bestimmen. Habt ihr zum Beispiel durch den Einsatz jeweils einer Karte mit den Kosten vier und sechs euren Zug abgeschlossen, dürft ihr erst wieder agieren, wenn sämtliche umliegenden Wachen ebenfalls Aktionen mit den Gesamtkosten zehn ausgeführt haben. Behaltet also sowohl eure als auch die Kostenanzeige der Gegner stets im Auge, damit ihr nicht bewegungsunfähig dasteht wenn der nächste Wachmann um die Ecke biegt.

Welche Karten ihr in euer Deck aufnehmt, könnt ihr vor dem Beginn jeder Mission entweder selbst aussuchen oder auf ein automatisch generiertes Set zurückgreifen. Bedenkt aber immer, dass ihr während der laufenden Mission nur die Aktionen ausführen könnt, zu denen ihr auch die nötigen Karten im Gepäck habt. Neue Karten gibt’s als Belohung für reibungslos absolvierte Einsätze oder im Tausch gegen erzielte Punkte im Kartenshop. Die Motive orientieren sich meist an vergangenen Metal Gear Solid Episoden. Serienkenner werden also das einte oder andere Deja Vu erleben.

Auch wenn das ungewöhnliche Spielsystem nach einer gewissen Eingewöhungszeit gut funktioniert, offenbaren sich schnell wieder gewisse Mankos, die einem immer wieder sauer aufstossen. Benötigt ihr beispielsweise an einer bestimmten Stelle eine Ladung C4 zum weiterkommen, müsst ihr so lange ausharren, bis der Zufallsgenerator endlich die passende C4-Karte von eurem Deck ausspuckt. Ebenfalls störend fällt auf, dass begonnene Züge nach einem Unterbruch durch einen Codec-Funkspruch nicht weitergeführt werden können. Wieso man nach dem Speichern des aktuellen Spielstandes während des laufenden Spiels automatisch ins Hauptmenü zurückgeworfen wird, ist mir genauso schleierhaft.

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Game Info

  • Genre: Strategie
  • Entwickler: Konami
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 2

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