
DTM Race Driver 2
DTM Race Driver 2 Test / Review
Codemasters rast auch auf der PSP und bringt eine nahezu 1:1 Umsetzung des erfolgreichen PS2-Vorbilds auf die portable Sony Konsole. Somit erwarten euch auch unterwegs das gleiche Gameplay sowie die bekannten Strecken und Autos.
Während Besitzer des PS2-Originals demzufolge leider auf echte Neuerungen verzichten müssen, freuen sich alle anderen über die beinahe abstrichsfreie Portierung des grossen Bruders. Mit 15 verschiedenen Wagentypen und über 30 Meisterschaften auf mehr als 50 verschiedenen Strecken werden Rennspielfans einige Zeit beschäftigt sein. Natürlich fand dabei auch der zentrale, bei Rennspielen eher seltene Story Modus den Weg auf die PlayStation Portable: In verschiedenen Videosequenzen wird die Geschichte um euren Aufstieg vom unbekannten Sonntagsfahrer zum wahren Champion erzählt.
Komplett ohne Anpassungen kamen die Entwickler aber doch nicht aus. Erfreulicherweise wurde merklich an der sehr simulationslastigen Steuerung der PS2-Vorlage geschraubt, so dass sich die PS starken Boliden auch mit den Bedienelementen der PSP vernünftig um die Kurven dirigieren lassen. Ohne entsprechende Übung werdet ihr aber nach wie vor die vorderen Plätze nicht erreichen. Besonders die fehlende Abfrage der Druckstärke auf den Aktionstasten führt beim Start oder in engen Kurven oft zu durchdrehenden Rädern. Wer gerade bei älteren Autos zu viel Gas gibt, steht schnell quer auf der Strecke oder sieht die Konkurrenz gnadenlos an sich vorbeiziehen.
Dank der herausfordernden künstlichen Intelligenz der bis zu 19 gegnerischen Fahrer bleiben die Rennen meist bis zu den letzten Metern spannend. Selbst wenn man "nur“ den Platz aufs Treppchen schaffen muss, um in der Karriere fortzufahren, schenkt euch die Konkurrenz keinen Platz. Im Gegenteil gehören selbst fiese Rempler oder gnadenloses Ausbremsen zum Repertoire der Kontrahenten. Oftmals hilft da nur das gnadenlose (und schwierige) Fahren der absoluten Kampflinie, um keine Angriffsfläche für Überholmanöver oder Blechschäden zu bieten. Zu viele Schäden am eigenen Fahrzeug können schlimmstenfalls das vorzeitige Ende eines Rennens bedeuten.
Der Mehrspielermodus lässt maximal stolze 12 Rennfahrer gleichzeitig antreten, um einzelne Turniere auszufechten. Dabei stehen dieselben Events wie im Einspielermodus zur Auswahl, die bereits vom Host freigespielt wurden. Ausserdem lassen sich Einstellungen zum Schadensmodell, der Startaufstellung sowie den Wageneinstellungen auf Wunsch verändern bzw. vom Host beschränken. Selbst auf die volle Anzahl an KI-Fahrern muss bei hitzigen Multiplayer-Rennen nicht verzichtet werden. So soll es sein!
Auch wenn man im direkten Vergleich zur PS2-Version gewisse grafische Abstriche in Texturierung und Umgebungsdetails erkennen kann, weissen sowohl die Pisten wie auch die Fahrzeuge noch einen sehr beachtlichen Detailreichtum aus. Selbst das grosszügige Schadensmodell schaffte den Sprung auf den Handheld. Erfreulicherweise bleibt das Geschehen die meiste Zeit angenehm flüssig – nur in extrem rechenaufwendigen Situationen kommt die Framerate stellenweise merklich ins Stottern. Für momentane PSP-Verhältnisse ist den Entwicklern die Portierung aber beachtlich gut gelungen.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Codemasters
- Publisher: Codemasters
- Spieler offline: 12



