Pursuit Force

Pursuit Force Test / Review

Bereits die Preview-Version liess uns auf ein potentielles Action-Highlight hoffen. Doch bedauerlicherweise scheinen die Entwickler die erwähnten Mankos nicht ausgebügelt zu haben…

Die Story von Pursuit Force ist schnell erzählt: Junger Polizist jagt mit Höllemtempo motorisierte Ganoven. Mehr braucht ihr über die Hintergründe der rasanten Verfolgungsjagden auch nicht zu wissen. In 30 Missionen legt ihr euch so mit fünf verschiedenen Banden an, die verständlicherweise nicht gerade gut auf Gesetzeshüter zu sprechen sind.

Um den fahrenden Kontrahenten gewachsen zu sein, greift ihr nicht nur auf eure Dienstwaffe zurück, sondern beweisst auf den Strecken echte Stuntman-Qualitäten. Nähert ihr euch nämlich einem Fahrzeug, genügt ein Knopfdruck und der Protagonist wagt den Sprung auf die gegnerische Karosse. Je nach Absprungposition findet ihr euch Sekundenbruchteile später entweder auf der Motorhaube oder am Heck des anderen Autos wieder. Nun noch die bis zu vier Insassen zur Strecke bringen ohne den Halt zu verlieren (der Fahrer versucht euch nicht selten mit schnellen Kurvenfahrten abzuschütteln), und schon seid ihr Besitzer eines neuen Wagens.

Im Verlauf des Spiels übernehmt ihr nicht nur die Kontrolle über schicke Cabriolets oder wuchtige SUVs, sondern nehmt auch auf agilen Motorrädern oder schnellen Motorbooten Platz. Mit jedem übernommenem Fahrzeug und jedem erledigten Gegner füllt sich die "Gerechtigkeitsleiste“ am unteren Bildschirmrand. Ist diese vollständig gefüllt, könnt ihr entweder auf Knopfdruck eure Lebensleiste füllen oder aber der nächste "Fahrzeugwechsel“ findet in Zeitlupe statt. Letzteres hat den entscheidenden Vorteil, dass ihr dank längerer Sprungphase noch vor der Landung auf dem Gefährt des Feindes sämtliche Mitfahrer erledigen könnt. Ausserdem sieht das Ganze in Slowmotion ungleich spektakulärer aus!

Der horrende Schwierigkeitsgrad dürfte aber bei nervenschwachen Spielern schnell zu Frust führen. Bereits das knappe Zeitlimit des ersten Einsatzes lässt euch klar spüren, was euch in den kommenden Spielstunden erwartet. Entwickler BigBig sollte mal das Wort "Lernkurve“ in einem Wörterbuch nachschlagen! Das bereits im Preview von uns bemängelte Fehlen von Rücksetzpunkten innerhalb der Missionen sorgt zudem dafür, dass kurz vor Ende gescheiterte Aufträge nochmals von Anfang an gespielt werden müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass oftmals der dringen nötige Sprung auf andere Fahrzeuge trotz scheinbar optimaler Position vom Spiel aus unersichtlichen Gründen verweigert wird. Habt ihr in solchen Situationen auch noch eines der hartnäckigen Zeitlimits im Nacken, waren kleinere Wutausbrüche auch bei mir kaum noch zu unterdrücken.

Für einen grossen Teil des allgegenwärtigen Frustpotentials zeigt sich auch die Steuerung verantwortlich. Bei engeren Kurven ist es selbst bei exzessivem Einsatz der Bremse kaum möglich, ohne Kollision mit der Streckenbegrenzung oder anderen Verkehrsteilnehmern voranzukommen. Glücklicherweise werdet ihr dabei nur ganz selten dermassen stark abgebremst, dass ihr die feindlichen Fahrzeuge nicht mehr einholen könnt. Deutlich dramatischer ist die Sache jedoch bei den sporadisch eingestreuten Einsätzen zu Fuss: Die unsäglich hacklige Laufsteuerung verunmöglicht in Kombination mit der störrischen Kameraführung gezieltes Vorgehen vollständig. Regelmässig bleibt euch der Blick auf die bewaffneten Widersacher verwehrt oder Objekte wie Ölfässer und Frachtkisten bilden scheinbar unumgängliche Hindernisse.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: BigBig Studios
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1

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