
Frantix
Frantix Test / Review
Puzzle-Games erfreuen sich schon seit Jahrzehnten bei den portablen Videospielen grosser Beliebtheit. Gerade Spieler, die sich durch die neuen Möglichkeiten der Hardware über immer komplexer werdende Titel ärgern, könnten in Frantix eine willkommene Alternative finden.
Das Ziel bliebt bei allen 180 Levels gleich: Sammelt in den labyrinthartigen Landschaften alle verstreuten Edelsteine um den Ausgang zu öffnen ohne dabei in die zahlreichen Fallen oder Hände der teilweise vorhandenen Gegner zu laufen. Da euch zusätzlich ein (mehr oder weniger) knapp bemessenes Zeitlimit im Nacken sitzt, solltet ihr bei der Suche nicht zu stark trödeln. Nach jeweils einer Handvoll absolvierter Levels öffnen sich weitere Abschnitte oder drei weitere Spielfiguren werden euch zugänglich.
Aus dem sehr minimalistischen Startmenü gelangt ihr direkt in die ersten Tutorial-Stages und danach ohne Umschweife in den "Story Modus" – jedoch ohne Story, Charakterinfos oder sonstige Auflockerungen vom Puzzle-Alltag. Die eher spartanische Ausstattung bietet neben diesem Modus ebenfalls keinerlei Alternativen. Selbst auf einen Mehrspielermodus oder eine simple Bestzeitenjagd, wie sie beispielsweise in "Mercury" zu finden war, müssen gewillte Spieler verzichten. Nicht einmal verschiedene Spielstände oder Profile können angelegt werden. Immerhin werden aber eure Fortschritte nach jeder gemeisterten Aufgabe automatisch gespeichert, so dass ihr auch nach einem schnellen Spiel im Zug oder Bus nicht extra den Weg zurück ins Menü angehen müsst.
Die einzelnen Puzzles sind trotz einer im Grunde kurzen Spieldauer zwischen einigen Sekunden und maximal eineinhalb Minuten nicht immer einfach zu knacken und werden eure grauen Zellen wie auch euer Reaktionsvermögen stellenweise auf eine harte Probe stellen. Die verschiedenen Elemente wie Kisten, Tore und auch gegnerische Kreaturen wollen geschickt eingesetzt werden. Die meisten Levels wurden mit einigem Einfallsreichtum designt und bieten somit gehobenen Knobelspass ohne zu grossen Frust aufkommen zu lassen. Spätestens nach einigen missglückten Versuchen offenbart sich euch der richtige Weg durch das Labyrinth.
Einzig die Puzzles, welche eher ein reaktionsschnelles Lenken der Spielfigur als ein raffiniertes Vorgehen vom Spieler verlangen, bieten ein gewisses Frustpotential. Nicht ganz unschuldig daran sind die teilweise ungünstigen Kameraperspektiven und die etwas ungenaue Steuerung. Besonders wenn ihr nach einem schnellen Lauf punktgenau an einer Stelle stehen sollt, entscheidet oft nur der Bruchteil einer Sekunde über Gelingen oder Scheitern der Aufgabe. Selbst über den Analog-Stick sind verschiedene Geschwindigkeiten unmöglich – entweder ihr lauft oder ihr steht, ein vermeintlich präziseres Gehen gibt es nicht. Da die Kameraposition den Blick auf das Wesentliche ab und an versperrt, kann die Ansicht mit den Schultertasten in neunzig Grad Schritten gedreht werden. Dies ist zwar nicht oft der Fall, der manuelle Eingriff ist aber manchmal unverzichtbar.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Killer Games
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



