
Prince of Persia: Revelations
Prince of Persia: Revelations Test / Review
Während auf den grossen Konsolen die Trilogie bereits einen würdigen Abschluss fand, kann nun der zweite Teil des Abenteuers auch unterwegs auf der PSP gemeistert werden.
Es war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der blaublütige Heroe aus dem Hause Ubisoft auch den Sprung auf die PlayStation Portable wagt. "Prince of Persia: Revelations" ist grundsätzlich eine Umsetzung von "Warrior Within", weshalb ich an dieser Stelle nicht näher auf die Hintergrundgeschichte des Titels eingehen werde.
Natürlich hat der namenlose Held auch auf Sonys Handheld nichts von seinem akrobatischen Können eingebüsst: Noch immer sprintet, hangelt und klettert der persische Prinz durch trickreich gestaltete Levelpassagen und stellt sich den bösartigen Sandkreaturen zum Kampf. Besonders die teilweise mit Fallen und tödlichen Abgründen nur so gespickten Räume verlangen dabei vom Spieler einiges an Planung und spielerischem Geschick, um erfolgreich gemeistert zu werden. Die Entwickler beeindrucken dabei mit wie schon beim Original mit einem beinahe unglaublichen Ideenreichtum und überraschen euch immer wieder aufs Neue mit noch extravaganteren Sprung- und Kletterpassagen.
Selbstverständlich ging auf der kleineren Hardware auch die Fähigkeit der Zeitmanipulation nicht verloren. Weder auf das oft lebensrettende Rückspul-Feature noch auf die in den Kämpfen hilfreiche Zeitlupen-Funktion muss man unterwegs verzichten. Dank dem bekannten "Free Form Fighting" System stehen euch abhängig von Bewaffnung ein ordentliches Arsenal an Moves zur Verfügung. Das gleichermassen komplexe wie intuitive Kampfsystem geht auch auf der PlayStation Portable nach kurzer Eingewöhungszeit erfreuliche leicht von der Hand. Wie bei "Warrior Within" fallen im Vergleich zum ersten und dritten Teil die oft langen und zahlreichen Kämpfe mit zunehmender Spieldauer etwas störend auf. Die Mischung aus Kampf- und Kletterpassagen ist beim Vorgänger merklich besser gelungen.
Um ehrlich zu sein, hatte ich etwas Bedenken bezüglich einer Portierung der doch ziemlich komplexen Steuerung auf die kleinere Hardware. Doch glücklicherweise waren diese angesichts der finalen Version kaum gerechtfertigt: Die Kamerasteuerung sowie die Zeitkräfte wurden auf das Steuerkreuz verlegt und sind somit jederzeit direkt erreichbar. Frei bewegt werden kann die virtuelle Linse schliesslich bei gedrückter linker Schultertaste über den Analog-Stick. Obwohl der PSP-Stick aufgrund des kürzeren Hebelweges eine weniger genaue Abfrage der Eingaben zulässt, manövriert ihr den Prinzen präzise durch die trickreichen Levels.
Auf den ersten Blick ist die grafische Umsetzung des PS2-Originals fast perfekt und ohne grössere Abstriche gelungen. Zwar erkennt man besonders bei näheren Kameraeinstellungen in den Zwischensequenzen, dass Texturqualität, Charakterdetails sowie eine Menge der Lichteffekte für die PSP merklich gedrosselt wurden. Auf dem vermeintlich kleinen Display hat die imposante Grafik aber während des eigentlichen Spiels kaum etwas von ihrer Faszination eingebüsst. Man mag schon fast von einer wahren Meisterleistung sprechen, jedoch zeigen oft auftretende Slowdowns und häufige Ladepausen nur überdeutlich, dass die Programmierer mit ihrer beinahe 1:1 Umsetzung an die Leistungsgrenzen des Handhelds stiessen. Immer wieder wird das Spiel selbst mitten in Sprungpassagen unterbrochen, da neue Daten von der UMD gelesen werden müssen, was wiederum den Spielfluss und somit auch das Gameplay leider spürbar negativ beeinflusst.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Pipeworks
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



