
King Kong
King Kong Test / Review
Das ehrgeizige Projekt, die sehr gut gelungene Filmumsetzung ohne grössere Abstriche auf die PlayStation Portable zu bringen, ist selbst für geübte Entwickler sicherlich kein Zuckerschlecken. Doch Ubisoft hat den Versuch gewagt...
Auf den ersten Blick gleichen die beiden Versionen einander ziemlich stark. An dem grundlegenden Spielprinzip von King Kong hat sich dementsprechend wenig verändert. In der Rolle des Protagonisten Jack Driscoll erkundet ihr die mysteriöse "Skull Island" aus der Egoperspektive und stösst dabei auf allerlei Getier und Dinosaurier, die ihren Lebensraum mit aller Kraft verteidigen. Natürlich muss man auch auf der PSP auf jegliche Statusanzeigen verzichten, denn das Spiel ist vielmehr ein Ego-Adventure als ein rein actionorientierter Shooter.
Um den knappen Munitionsvorrat zu schonen, greift ihr im Kampf auf herumliegende Speere, Holzstöcke oder Knochenstücke als Argumentationsverstärker zurück. Auch scheuen viele der Kontrahenten das Feuer, weshalb ihr trockene Büsche oder die Speere an Feuerstellen in Brand stecken solltet. In den insgesamt 15 Levels kann vielen direkten Konfrontationen aus dem Weg gegangen werden, indem ihr beispielsweise einem gefrässigen Raptor einfach einen kleineren Gegner zum Frass vorwerft und ihn damit von euch ablenkt. Wie in der Natur gibt es bei King Kong eine Nahrungskette, welche ihr zu eurem Vorteil nutzen solltet.
Neben der Rolle von Jack übernimmt der Spieler regelmässige die Kontrolle über den namensgebenden Affen. In diesen Abschnitten steuert ihr den riesigen Fellträger aus der Verfolgerperspektive durch den Dschungel oder die Stadt. Im krassen Gegensatz zu den Einsätzen als Mensch walzt ihr dabei wie ein Bulldozer alles nieder, was sich euch in den Weg stellt. Schon allein der kraftvolle Schrei des Riesen zeigt anrückenden Dinos, wer der Herr im Hause bzw. im Urwald ist. Als etwas bedauerlich könnten einige Spieler das extreme Scripting in diesen Sequenzen empfinden. Euch bleibt ihr kaum Entscheidungsfreiheit, da der einzige Weg strikt vorgeschrieben ist.
Die technische Seite kann leider nur begrenzt gefallen. Der Dschungel wurde ansprechend in Szene gesetzt und das Leveldesign kann sich dank zahlreichen Details absolut sehen lassen. Selbst die Ladezeiten fielen angenehm kurz aus. Doch ohne Abstriche sind die Entwickler von Ubisoft nicht ausgekommen: So fehlen im Vergleich zur Konsolenversion die aufwendigen Lichteffekte sowie eure CPU-gesteuerten Begleiter komplett. Negativ aufgefallen sind auch häufig auftretende, weisse Blitzer zwischen den Texturen verschiedener Grafikblöcke. Wer die PS2-Vorlage kennt, wird ebenfalls bemerken, dass viele Abschnitte und stellenweise ganze Levels gänzlich der Schere zum Opfer fielen. Durch diese Eingriffe bekommt ihr nicht nur bereits nach mageren 5 Spielstunden den Abspann zu sehen, sondern die einzelnen Missionen lassen jeglichen geschichtlichen Zusammenhang missen.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Ubisoft
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



