
Worms: Open Warfare
Worms: Open Warfare Test / Review
Wer das Original Worms von 1994 und dessen direkten Nachfolger noch kennt, wird sich mit Sicherheit sofort an zahlreiche Mehrspielerstunden vor dem PC erinnern. Und genau dies will THQ nun auch mit der PSP-Version unterwegs ermöglichen.
Nach dem Erfolg der ersten beiden Titel sowie diversen Ablegern folgte dann der Sprung in die dritte Dimension. Dieser bekam den kriegerischen Würmern aber bis heute nicht besonders gut und das an sich simple Gameplay krankte zunehmend an Übersichts- und Kameraproblemen. Deshalb dürfte es gerade alteingesessene Worms-Fans freuen, dass die PSP-Fassung mit altbekanntem 2D-Gameplay und damit dem ganz grundlegenden Worms-Design aufwartet.
Das Spielfeld sowie die Protagonisten selbst bestehen somit aus klassischen Bitmaps. Einzig die Hintergründe wurden mit Polygongrafik dreidimensional gestaltet und animiert. Kontraststarke und farbenfrohe Texturen sorgen trotz simpler Technik für einen guten optischen Eindruck. Besonders das breite 16:9 Display der PSP scheint sich ausgezeichnet für die taktischen Schlachten zu eignen und dank verschiedenen Zoomstufen bleibt die Übersicht auch ohne Einblendung einer Karte stets erhalten.
Die Steuerung geht ausgesprochen gut von der Hand und ist schnell verinnerlicht. Während die Kriechtiere mit dem Steuerkreuz über die Landschaft dirigiert werden, kann die Ansicht mit dem Analog-Stick jederzeit beliebig in jede erdenkliche Richtung gescrollt werden. Für eine bessere Übersicht kann die Ansicht durch Betätigung der beiden Schultertasten stufenlos gezoomt werden. Die Kreistaste öffnet das bekannt üppige Waffenauswahlmenü und die X-Taste dient zum Abfeuern der Argumentationsverstärker.
Wie bereits angesprochen entfacht auch Worms: Open Warfare sein volles Potential erst mit menschlichen Mitspielern. Dabei könnt ihr wahlweise mit bis zu drei Mitspielern an einer PSP ein Spiel starten oder über Wlan mit anderen PSP- sowie Worms-Besitzern für ein Multiplayerspiel Kontakt aufnehmen. Natürlich hat erstere Option den entscheidenden Vorteil, dass nur eine UMD vorhanden sein muss. Eine grosse Anzahl wählbarer Parameter wie Rundenzahl, Spiel- und Zugzeit sowie Waffenauswahl bieten dabei genügend Einstellungsmöglichkeiten, um das Spiel den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Sämtliche Einstellungen lassen sich zudem in eigenen Spielschemas dauerhaft abspeichern. Selbstverständlich können auch die eigenen Teams und Würmer wie gewohnt jederzeit umbenannt werden.
Doch was bietet das Game für Einzelspieler? Im Hauptmenü wartet für sie der Spielmodus "Herausforderungen". Neben drei Tutorial-Levels gilt es hier, sich gegen ein oder mehrere Teams feindlicher CPU-Würmer zu bewähren. Scheint die künstliche Intelligenz der Kontrahenten anfangs noch eher beschränkt, bieten sie euch schon kurze Zeit später Paroli und mache euch bzw. euren bewaffneten Kriechern das Leben mit guter Treffsicherheit ziemlich schwer. Vermutlich dauert es auch deshalb jeweils an die 15 Sekunden, bis der computergesteuerte Wurm seinen nächsten Zug "überdacht" hat. Durch Siege in den "Herausforderung" Levels werden übrigens keine neuen Waffen oder sonstige Boni freigeschaltet. Alle bekannten Waffen sind von Anfang an benutzbar, was einmal mehr zeigt, dass sich die Entwickler den Schwerpunkt deutlich auf den Mehrspielerpart legten.
Game Info
- Genre: Strategie
- Entwickler: Team 17
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 4



