
Daxter
Daxter Test / Review
Nach drei Jump&Run Ausflügen und einem Rennspielintermezzo auf der PlayStation 2 kommt ein weiterer Teil der populären und zurecht erfolgreichen "Jak & Daxter" Franchise nun auf Sonys Handheld.
Wie der Titel schon sagt, ist Jak, der eigentliche Held der bisherigen Spiele, diesmal nicht mit von der Partie. Stattdessen schlüpft der Spieler diesmal in die pelzige Haut des kleinen Grossmauls Daxter, der sich bisher nur als sprücheklopfender Sidekick profilieren konnte. Die Story spielt direkt vor den Ereignissen des zweiten Serienteils "Jak 2: Renegade" und damit nach der Gefangenname von Jak. Doch wie wir nun erfahren, hatte Daxter in dieser Zeit auch neben der Befreiung seines Freundes alle Hände voll zu tun. So heuert der scheinbare Taugenichts bei einer kleinen Ungeziefervernichtungsfirma an, um Haven City vor einer drohenden Invasion der Käfer zu retten. Selbstverständlich haben dabei auch wiederum machtgierige Bösewichte ihre Finger mit im Spiel...
So macht ihr euch anfänglich nur mit einer elektrischen Fliegenklatsche (!) bewaffnet in verschiedenen Gebieten auf die Jagd nach Kriechtieren. Wer bereits den zweiten oder dritten Teil gespielt hat, wird sich aufgrund der Oberwelt von Haven City und dem Missionsaufbau schnell zurechtfinden. So düst auf einer Art schwebendem Moppet von dem kleinen Geschäft aus zu den Einsatzorten, wo es jeweils verschiedene Primär- und Sekundäraufträge zu erfüllen gilt. Mit zunehmendem Spielfortschritt erweitert sich natürlich euer "Waffenarsenal" und Bewegungsrepertoire, wodurch ihr gewisse, nicht zwingend zu erfüllende Nebenmissionen zu einem späteren Zeitpunkt weit einfacher erledigen könnt. Für Perfektionisten ist damit eine Rückkehr zu bereits besuchten Arealen also unerlässlich, um noch das letzte Item zu ergattern.
Dabei erweisst sich der Insektenvernichtungsspray als äusserst nützliches Multifunktionsgerät. Nach den ersten Spielstunden erweitert ein Upgrade den Ausstoss des Giftsprühers – damit rückt ihr nicht nur den Bugs effektiver auf die Pelle, sondern lässt Daxter durch den erhöhten Ausstoss kurzzeitig durch die Luft gleiten. Die weitere Ausbaustuffe zum Flammenwerfer schiesst Daxter gar direkt auf höhere Ebenen. Gerade angesichts des sehr auf Plattformhüpfereien ausgelegten Gameplays wird diese Zweitfunktion zur unerlässlichen Hilfe und lässt euch zuvor unerreichbare Ebenen erklimmen.
Kurzzeitige Abwechslung vom Jump&Run Gameplay bieten mehrfache Ausflüge auf einer Art Hoverbike, in welchen ihr in der Wildnis grössere Käfer zur Strecke bringt, und durch das Aufsammeln der bekannten "Precursor Orbs" könnt ihr spezielle Traumsequenzen freischalten. Jede dieser Traumsequenzen basiert auf einem mehr als bekannten Kinovorbild wie "The Matrix", "Indiana Jones" oder "Der Herr der Ringe", was erneut den ansonsten schon humoristischen Touch im Spiel verstärkt. Obwohl das Spielprinzip bei allen diesen Minigames gleich bleibt und von euch "nur" das zeitlich korrekte Betätigen eines eingeblendeten Buttons verlangt, sind diese Sequenzen nicht zuletzt dank der gelungenen Film-Präsentation eine äusserst willkommene Abwechslung zum Jump&Run Alltag. Als Belohnung für bestandene Träume winken Verlängerungen von Daxters Lebensleiste oder zusätzliche Moves wie ein praktischer Uppercut.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: Ready At Dawn Studios
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 2



