Splinter Cell Essentials

Splinter Cell Essentials Test / Review

Die Portierung bereits bekannter Franchisen auf die PSP scheint bei den Entwicklern nach wie vor hoch im Kurs zu stehen. Da machen auch die fleissigen Franzosen von Ubisoft keine Ausnahme, weshalb ihr ab sofort auch unterwegs nicht auf den Meisterspion Sam Fisher verzichten müsst.

Vom Held zum Staatsfeind Nr.1: Eingangs muss der Spieler beobachten, wie Sam Fisher am Grab seiner Tochter von der NSA festgenommen wird. In dem folgende Verhör muss der Spieler sodann in 8 Missionen den angeschlagenen Ruf des Agenten wieder herstellen. Zeitlich spielen die Einsätze dabei von der ersten Splinter Cell Episode bis zum erst noch erscheinenden Splinter Cell: Double Agent. Neben dem Widersehen mit einigen, den Serienkennern bekannten Schauplätzen wie der Ölplattform oder Manhaten freuen sich Schleichexperten auch auf neue Umgebungen wie das NSA-Hauptquartier, den kolumbianischen Dschungel oder ein Stahlwerk.

Hardwarebedingt wurden die Grösse und Handlungsmöglichkeiten im Vergleich zu den Konsolenvorbildern merklich gedrosselt, was sich hauptsächlich in weniger Klettermöglichkeiten und fehlenden Lichtquellen bzw. Kameras zeigt. Durch das kompaktere Leveldesign wird natürlich auch eure Vorgehensweise stärker vom Spiel vorherbestimmt, wodurch die spielerische Freiheit stellenweise komplett verloren geht. Nicht verzichten müssen PSP-Spione indessen auf das bekannte Arsenal an Waffen und technischen Hilfsmittel. Auch auf dem Handheld hat Mr. Fisher Dietrich, Fiberoptik, Hacking-Tool sowie Wärme- und Nachtsichtgerät im Gepäck.

Von letzterem werdet ihr sehr oft gebrauch machen, da die Levels insgesamt sehr dunkel ausgefallen sind. Selbst in potentiell hellen Ecken erkennt ihr teilweise kaum die sprichwörtliche "Hand vor Augen". Selbstverständlich ist Splinter Cell ein Schleichspiel, in dem man die Dunkelheit zu seinem Vorteil nutzen kann (und sollte). Wenn man jedoch selbst bei voll aufgedrehter Bildschirmhelligkeit ohne Restlichtverstärker öfters das Spiegelbild des eigenen Gesichts als das eigentliche Spiel auf dem LCD-Display zu sehen bekommt, dann kann man mit gutem Gewissen von einem allgegenwärtig zu dunklen Design und einem klaren Manko sprechen!

Auch die Macher von Splinter Cell haben mit den beschränkten Eingabemöglichkeiten der PSP zu kämpfen. Das Fehlen eines zweiten Analog-Sticks zwingt die Programmierer von Ubisoft, gewisse Kompromisse einzugehen. Gerade bei Stealth-Action Games mit frei drehbarer Kamera ist die schnelle Kontrolle dieser jedoch von extrem hohem, spielerischem Nutzen. Gelöst wurde das Ganze, indem ihr mit dem Stick grundsätzlich Sam durch die Levels manövriert, bei gedrückt gehaltener Kreistaste aber die virtuelle Linse frei kontrolliert. Tippt man die Taste nur kurz an, zentriert sich die Sicht im Rücken eurer Spielfigur. Bei gezogener Waffe hingegen bleibt die Kameraposition fix über der Schulter des Protagonisten. Während der Analog-Stick dann den Blickwinkel beeinflusst, wird Sam mittels der vier Aktionstasten bewegt. Obwohl das System zwar relativ gut funktioniert, benötigt das ständige hin- und herschalten zwischen den zwei grundverschiedenen Steuerungsschemas einiges an Eingewöhungszeit, bis man damit zu recht kommt.
Den Mehrspielermodus darf man als nettes Goodie betrachten, dauerhafte Unterhaltung bietet er keinesfalls. Es geht einzig darum, den Mitspieler so schnell wie möglich zu eliminieren. Von dem Schleichaspekt bleibt da nicht mehr viel übrig.

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Game Info

  • Genre: Stealth-Action
  • Entwickler: Ubisoft
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 2

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