
LocoRoco
LocoRoco Test / Review
Immer wieder hört man kritische Stimmen, die bemängeln, dass auf der PSP hauptsächlich Umsetzung bereits bekannter Spiel erscheinen. Auch wenn dies objektiv gesehen keinesfalls die ganze Wahrheit ist, dürfte spätestens LocoRoco diesen Eindruck verändern...
Die Story hinter dem bunten Treiben ist schnell erzählt und nimmt sich auch im Spiel nur eine knappe Minute Zeit: Die Welt schlummert friedlich vor sich hin, als plötzlich ein dunkler Brocken aus dem Weltall stürzt und dunkle Kreaturen aus ihm empor steigen. Scheinbar stehen bedauerlicherweise gerade die friedlichen LocoRoco ganz oben auf dem Speiseplan der grimmigen Gestalten. Doch einige der fröhlich singenden, runden Zeitgenossen machen sich auf, die dunklen Feinde zu vertreiben.
Und ehe man sich versieht, rollt man schon durch die farbenfrohen Levels! Zu Beginn jedes Abschnittes startet man mit einem einzelnen LocoRoco. Dieser kann aber nicht direkt gesteuert werden, sonder über die beiden Schultertasten könnt ihr aber die gesamte Umwelt um etwa 30 Grad nach links bzw. rechts kippen. Soll der fröhliche Blobb nach links kullern, müsst ihr die Spielfläche entsprechend neigen. Betätigt ihr beide Schultertasten, vollführt das fröhlich singende Rund schliesslich einen Sprung, welcher durch die Länge des Tastendrucks in der Höhe variiert werden kann.
Da die LocoRocos aber gesellige Wesen sind, wollen sie nicht die ganze Spieldauer durch alleine bleiben. Bugsiert dazu euren anfänglich kleinen Blobb über farbige Blumen, deren Verzehr ihn wachsen lässt. Das Sammeln aller zwanzig Blumen pro Level stellt damit auch eure eigentliche Hauptaufgabe dar. Die grösseren Dimensionen des Protagonisten stellt aber an engeren Stellen auch gleichzeitig ein Problem dar. Damit ihr trotzdem durch engere Levelecken passt, kann sich der gewachsene LocoRoco auch Knopfdruck in seine einzelnen "Einheiten" aufteilen. Anstelle einer grossen Farbkugel habt ihr dann bis zu deren 20 Kleinere auf dem Display. Liegen die engeren Bereiche hinter euch, genügt ein erneuter Druck um die einzelnen Klecks wieder zu vereinen.
Um wirklich an alle Blumen und versteckten Objekte innerhalb der Levels zu kommen, benötigt ihr trotz simplem Spielprinzip nicht nur ein gewisses Mass an Geschick, sondern auch die Hilfe der zahlreichen Freunde der LocoRocos: Im Laufe des Spiels entdeckt ihr nicht nur fünf andersfarbene Artgenossen, sondern auch verschiedene Weltenbewohner, welche euch mit ihre Fähigkeiten zur Hand gehen. Beispielsweise findet sich eine Spezies, die euch auf höhere Ebenen heben. Nicht selten wollen diese aber vor ihrem Einsatz ein kleines Ständchen vorgesungen bekommen. Dazu benötigt ihr aber eine bestimmte, eingeblendete Anzahl der sympathischen Helden. Habt ihr bereits die benötigte Menge Blumen verdrückt, kann in einer kurzen Sequenz kräftig (und selbstverständlich auch mehrstimmig) gesungen werden.
Überhaupt nimmt die Musik bei LocoRoco einen wichtigen Part ein. Ständig singt der farbige Klecks zu den Hintergrundmusiken in einer unverständlichen, kindlich wirkenden Sprache. Akustisch besonders interessant wird es, wenn ihr mit vielen kleinen LocoRocos unterwegs seid, denn dann stimmt das kleine Ensemble gleich mehrstimmig und mit individuellen Maulbewegungen an. Abhängig von der Farbe eures Spielgefährten ändert sich auch die Art des Gesangs. Während so die gelben Grinsepeter eher die kindliche Stimme repräsentieren, erinnern deren violette und schwarze Varianten eher an den Gesang einer Pop-Diva oder eines Funk-Sängers. Sämtlich Melodien und Gesänge haben dabei ein erstaunlich hohes Ohrwurm-Potential, werden aber mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack treffen.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: SCEE
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: Juni 2006



