
Juiced: Eliminator
Juiced: Eliminator Test / Review
Während alle Fans von Tuning-Rennspielen mit Juiced bereits vor knapp einem Jahr auf der PS2 tüchtig Gas geben konnten, bescheren und die Programmierer der gleichnamigen Firma nun doch noch eine Umsetzung für Sonys portable Konsole.
An dem grundlegenden Aufbau hat sich damit verständlicherweise kaum etwas geändert. Wieder lockt euch hauptsächlich der umfangreiche Karriere-Modus mit einer grossen Anzahl Modi und Rennereignissen immer wieder vor das LCD-Display. Einmal mehr geht es darum, sich als anfänglicher Nobody einen Namen in der vorherrschenden Rennszene zu machen. Acht Racing-Crews gilt es dabei mit fahrerischem Können und Kühnheit zu beeindrucken. Dabei zählt nicht nur die Platzierung in den Rennen, sondern auch euer Fahrstil und das Aussehen eures Wagens kann den Respekt der anderen Teams erhöhen. Erst wenn sich euer Ansehen so entsprechend gesteigert hat, erhaltet ihr Zugang zu deren Viertel und dürft sie auch über das virtuelle Handy zu direkten Wettkämpfen fordern.
Über einen Kalender sucht ihr euch die jeweiligen Rennen aus. Verschiedene Modi wie Rundkurs, Dragster, Showoff und die namensgebenden Ausscheidsrennen (Eliminator), in welchen nach jeder Runde jeweils der letztplatzierte ausscheidet, sorgen für einige Abwechslung im Rennzirkus. An im Kalender noch freien Tagen dürft ihr nach belieben eigene Rennen ansetzten und in verschiedenen Parametern wie nötige Wagenklasse, Runden- sowie Teilnehmerzahl anpassen. Wem die Siegerprämie nicht reicht, schliesst zusätzlich mit einem der anderen Fahrer eine Wette um die bessere Platzierung ab. Das gewonnene Geld investiert ihr natürlich in fachgerechtes Leistungs- und Visual-Tuning eures Boliden oder kauft euch gleich einen besseren Schlitten – in den über 50 lizenzierten Originalfahrzeugen werdet ihr sicher etwas Passendes finden. Ob ihr euch in der Rennszene jedoch durch Siege, ausgefallenes Tuning oder geschickte Fahrweise einen Namen macht, bleibt grösstenteils euch selbst überlassen. Gerade diese Freiheit im Vorgehen ist einer der stärksten Aspekte im Spiel.

Leider offenbaren sich die Probleme von Juiced nicht bei der Ausstattung oder dem Spielaufbau, sondern vielmehr während der Rennen: Sowohl die Fahrphysik als auch das Streckendesign gibt etwas Grund zur Klage. Da es sich mehr um ein Arcadespiel als eine Simulation handelt, könnt ihr das in Gran Turismo hart erlernte, perfekte Anfahren von Kurven gleich wieder vergessen. Hier reicht der Einsatz der Bremse auch noch kurz vor dem fatalen Zusammentreffen mit der Bande. Trotzdem werden wirklich spektakuläre Drifts, wie beispielsweise bei Namcos Ridge Racer durch eine gewisse, jedoch irgendwie deplaziert wirkende Realitätsnähe verhindert. Bis der Wagen dann wirklich ausbricht, liegt die Kurve meist schon hinter euch. Es scheint fast so, als hätten sich die Entwickler nicht für ein Extrem entscheiden wollen und sich an einer Mischform aus Simulation und reinem Spassracer versucht. Davon zeugt auch das eher halbherzig implementierte Schadensmodell. Zwar ist das Resultat durchaus spielbar, jedoch von einem Optimum noch eine ganze Ecke entfernt.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Juice Games
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 6



