
Def Jam Fight for NY: The Takeover
Def Jam Fight for NY: The Takeover Test / Review
Fast schon zwei Jahre ist es her, seitdem wir Def Jam: Fight for New York auf der PS2 getestet haben. Der Trend zur PSP-Neuauflage von älteren Erfolgstiteln scheint also ungebrochen. Doch nicht zuletzt, da der Titel damals ein echter Überraschungshit war, stören wir uns kaum daran...
Def Jam Fight for NY: The Takeover steckt euch in die Rolle eines jungen, unbekannten Kämpfers, der sich in den Strassen einen Namen als Kämpfer machen will. Dabei müsst ihr euch nicht nur gegen namenlose Möchtegern-Fighter behaupten, sondern tretet gegen rund 70 Grössen des Hip-Hop Business an. Unter anderem zeigt ihr so Snoop Dogg, Method Man, Busta Rhymes, Ludacris oder Xzibit, wo der Hammer hängt. Sämtliche Rap-Prominenz ist dank detailliertem Charakterdesign mit einem erstaunlich hohen Widererkennungswert vertreten.
Im zentralen Karriere-Modus erwarten euch somit unzählige Kämpfe. Nachdem ihr euch mittels Editor einen eigenen Recken gebastelt habt, betretet ihr von eurer virtuellen Wohnung aus über eine Karte die Kampfplätze sowie einige Shops und einen Trainingsbereich. In Letzterem kauft ihr euch im Tausch gegen erkämpfte Erfahrungspunkte neue, spektakuläre Finishing Moves oder zusätzliche Kampfstile ein und baut eure Charakterattribute wie Stärke, Geschwindigkeit oder Lebensenergie weiter aus. So kombiniert ihr die zu Beginn wählbaren Kampfstile Kickboxing, Street Fighting, Material Arts, Wrestling und Submissions im Laufe eurer Karriere beliebig miteinander und schafft euch den perfekten Fighter. Nicht zuletzt dieser Prozess macht einen Grossteil der Langzeitmotivation des Spiels aus.
Ebenfalls über die Karte besucht ihr den Klamotten- und Schmuckhändler sowie den Friseur oder Tattoo-Shop. Das Sauer verdiente Geld investiert ihr hier natürlich in passenden Körperschmuck, dicke Bling-Bling-Ketten, coole Bandanas, die passende Brille oder stylische Outfits bekannter Hip-Hop Marken. Die Menge der Accessoires für euren Fighter ist wirklich bemerkenswert und ein gewisser Sammeltrieb stellt sich selbst bei ansonsten resistenten Spielern wie mir ein.
Das Kampfsystem zeigt sich als eine Mischung aus klassischem Beat’em Up und Wrestling. Die Steuerung ist sehr intuitiv und sorgt für einen schnellen Einstieg in den harten Strassenkämpferalltag. Zudem werden euch sämtliche Kniffe auf Wunsch in einem Tutorial erklärt. Im Gegensatz zu vielen anderen Prügelspielen könnt ihr die Umgebung sowie die Zuschauer ebenfalls zu euren Gunsten nutzen. Greift euch dazu euren Gegner und schmettert ihn in herumstehende Autos, Zäune, Musikboxen, Lautsprechern oder sonstige Absperrungen. Oder schubst en Kontrahenten in die Menge, woraufhin dieser prompt von der johlenden Menge festgehalten wird und entsprechend leichte Beute für Tritte und Schläge eurerseits ist. Für noch grösseren Schaden greift ihr euch gar einen Gegenstand als Argumentationsverstärker.
Gerade für Besitzer des PS2-Originals könnten die Unterschiede zwischen den beiden Versionen interessant sein. Glücklicherweise wurde nicht nur der Name des Spiels um "The Takeover" erweitert, sondern auch Inhaltlich hat EA für Neuerungen gesorgt. So ist es hier auch möglich, auf am Boden liegende Gegner zu "klettern" und Ihnen eine unsanfte Gesichtsmassage zu verpassen – ein ungeahnt gern gesehenes, neues Feature. Neben vier neuen, PSP-exklusiven Kampfschauplätzen erwartet euch übrigens auch eine komplett neue Storyline. Zwar ist es erfreulich, dass man nicht einfach den bekannten Erzählstrang recycelt hat, leider kann die PSP-Variante aber nicht ganz mit dem Heimkonsolen-Pendant mithalten. Zudem werden anstelle von Videos hauptsächlich Texteinblendungen für Konversationen zwischen den Charakteren verwendet.
Game Info
- Genre: Beat'em Up
- Entwickler: EA Canada
- Publisher: EA Games
- Spieler offline: 2



