Tekken: Dark Resurrection

Tekken: Dark Resurrection Test / Review

Bis vor kurzem gab es für PSP-Besitzer mit Zuneigung zum Beat’em Up Genre keinerlei entsprechende Software. Diesen Monat ringen nun mit dem bereits getesteten "Def Jam Fight for NY: The Takeover" und dem hier vorgestellten Titel gleich zwei echte Highlights um die Gunst der Käufer.

Seit Beginn der PlayStation Ära gehört die Tekken-Serie mitunter zu den besten Spielen überhaupt für die Plattform. Auf dem Sektor der Beat’em Ups konnte den Entwicklern von Namco auf alle Fälle bisher kaum jemand etwas vormachen. So gehörte natürlich auch der mittlerweile fünfte Teil klar zu den Highlights im PS2 Spielesortiment. Tekken: Dark Resurrection nimmt diese hochkarätige Genre-Perle nun als Vorlage und würzt das Ganze mit neuen Charakteren, Arenen und Spielmodi. Das Resultat ist ohne Frage ein wahres Fest für alle Fans virtueller Handkantenduelle.

Allein die umfangreiche Kämpferriege zeigt deutlich, dass man hier mehr klotzen als kleckern wollte. Insgesamt 34 Fighter stehen euch von Beginn an für alle Modi zur Auswahl – das teilweise zeitintensive Freispielen von Tekken 5 bleibt euch in der portablen Version komplett erspart. Neben allen Prügelveteranen des PS2-Vorbilds inklusive der damaligen Neulinge Asuka, Feng und Raven haben es auch zwei vollkommen neue Athleten auf die UMD geschafft: Lili, die mit weiblichen Reizen und schnellen Kick-Combos überzeugt, sowie der finstere Dragunov, der direkt aus einer sowjetischen Militärkompanie zu kommen scheint. Ausserdem feiert Capoeira-Altmeister Eddy ein Comeback.

Wer sich bereits zuvor mit einem der letzten Tekken Teile angefreundet hat, wird sich über die grosse Anzahl an Modi nicht wundern. Neben den einfachen Versus-Kämpfen gegen die CPU oder einen menschlichen Mitspieler (dank Game-Sharing auch mit nur einer UMD!) könnt ihr wie gehabt im Arcade- und Story-Modus eine ganze Reihe Gegner plätten, bis ihr schliesslich vor Obermotz Jinpachi steht. Schliesst ihr den entsprechenden Modus mit einem Fighter ab, werden wie gewohnt zum Abschluss aufwendige Rendervideos freigeschaltet. Selbstverständlich müsst ihr auch diesmal nicht auf Time Attack, Survival, Team Battle und ein passendes Training verzichten. Neu ist die "Tekken Dojo" Variante: Hier tretet ihr in verschiedenen Dojos (Kampfschulen) zu Kämpfen an und sackt für Siege dicke Goldprämien ein. Das verdiente Geld investiert ihr flugs im etwas verborgenen Menü zur Anpassung der Charaktere (Optionen, Profil, Anpassen) in teure Accessoires wie Hüte, Schuhe, Ketten, Masken, Rüstungen oder farblich anders gestaltete Kleidungsstücke. Nach dreimaligem Durchspielen ist auch der sehr unterhaltsame Bowling-Modus aus "Tag Tag Tournament" wieder mit von der Partie.

Ein weiteres Novum im Vergleich zu Tekken 5 sind die "Ghost Recordings". Dies sind eine Art Profile für die künstliche Intelligenz, welche die spezifische Spielweise und den Stil eines Spielers versuchen zu reproduzieren. Hauptsächlich in dem Tekken Dojo Modus tretet ihr gegen die bereits auf der UMD enthaltenen Profile vieler Spieler an. Der Clou ist aber, dass ich auch ein Profil eures eigenen Kampfstils anlegen und über Lan oder Internet an andere Spieler verteilen könnt. Zusätzlich bietet Namco über die Online-Funktion von Dark Resurrection die Möglichkeit, ganze Pakete von Ghost anderer Zocker herunter zu laden und sodann in den Einzelspielermodi als Gegner zu nutzen. Die fehlenden, echten Online-Kämpfe ersetzt das System zwar bei weitem nicht, die Idee und Umsetzung verdient aber trotzdem ein Lob.

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Game Info

  • Genre: Beat'em Up
  • Entwickler: Namco
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 2

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