
Need for Speed: Carbon: Own the City
Need for Speed: Carbon: Own the City Test / Review
Dass auch die PlayStation Portable von EA Games mit einer Umsetzung bedacht wurde, dürfte wohl kaum jemanden erstaunen. Während man jedoch bei Most Wanted als Handheld-Spieler auf viele Features verzichten musste, ist "Own the City" eine deutlich vollständigere Portierung. Selbst eine eigene Hintergrundgeschichte, welche in Comic-Artigen Videos inklusive überzeugender Synchronisation vorangetrieben wird, hat man dem "kleinen NFS" spendiert.
Schon bei den ersten Ausflügen in die virtuelle Streetracing-Szene fällt der grösste Unterschied zum damaligen "Need for Speed: Most Wanted 5-1-0" auf: Während man im letzten PSP-Titel noch auf eine offene Strassenführung verzichten musste, haben es die Entwickler diesmal geschafft, auch die vermeintlich rechenintensive Oberwelt auf die UMD zu packen. So düst ihr nicht mehr nur über streng abgesteckte Kurse, sondern werdet in den entsprechenden Spielmodi auch auf offenem Terrain gefordert oder könnt die grossflächige Stadt jederzeit frei erkunden.
Am Gameplay und der eingängigen, arcadelastigen Steuerung hat sich kaum etwas verändert. Die Lenkung aller 29 verfügbaren Boliden geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand. Das entsprechende Tuning macht sich diesmal aber deutlich stärker im Handling bemerkbar. So könnt ihr mit dem Kauf der passenden Kits das Steuerungsverhalten eures Autos merklich stärker verbessern, als dies noch beim Vorgänger der Fall war. Natürlich muss der geneigte Auto-Freak auch nicht auf optische Verschönerungen verzichten: Leider steht dieser Part des Spiels dem PS2-Vorbild aber stark nach, denn die Vielfalt an verfügbaren Parts kann mit dem Konsolenbild keinesfalls mithalten und auch auf das neue Autosculpt-Feature muss der protable Gamer leider verzichten. Eine Handvoll mehr Felgen, Spoiler oder Bodykits hätten unserer Meinung nach mit Sicherheit noch den Weg auf die UMD finden können!
Die Möglichkeit, eine eigene Crew zu managen und während der Rennen auf deren Hilfe zählen zu können, findet sich auch auf der PSP wieder. Weitere Informationen zu deren Funktionen erfahrt ihr im PS2-Review meines Kollegen. Grundsätzlich funktioniert das Ganze sowohl ausserhalb wie innerhalb der Rennen gut, jedoch kann es durchaus vorkommen, dass euch die eigenen Leute in brenzligen Situationen mehr behindern als nützen. Im Gegensatz zur PS2-Version fahren die eigenen Leute aber stets hinter euch, so dass ein Sieg stets in eurer Verantwortung liegt. Nicht selten erspäht ihr auf der Strecke gar einen eurer Kameraden, der urplötzlich auf in die Eisen tritt, nur damit ihr wieder an der Spitze fahrt. Gebt ihr ihnen aber per Knopfdruck einen Auftrag, führen sie diesen prompt aus und erweisen sich deshalb oftmals als nützliche Helfer in der Not.
Grafisch macht die nächtliche Stadt einen guten Eindruck und vor allem die völlig offene Spielwelt hätten wir so auf der PlayStation Portable nicht erwartet. Zudem sind die Ladezeiten angenehm kurz und auch während ihr die Oberwelt erkundet wird der Spielfluss nie von einem Ladebalken gestört. Die grossen Dimensionen scheinen jedoch etwas über den kaum vorhandenen Zivilverkehr erkauft worden zu sein. Dadurch fehlt es der ansonsten passenden Umgebung etwas zu stark an Bewegung, was das gesamte Setting etwas steril wirken lässt.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Electronic Arts Canada
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 09.11.2006 (erschienen)



