
Killzone Liberation
Killzone Liberation Test / Review
Während man bereits Ende 2004 aus der Ego-Perspektive gegen die mutierte, militärische Splittergruppe der Helghast in den Kampf ziehen konnte, geht der Kampf um die Vorherrschaft im Universum nun unterwegs auf der PSP weiter.
Wiederum in der Haut des ISA-Soldaten Templar verteidigt ihr diesmal aber nicht den menschlichen Lebensraum gegen die Invasoren, sondern geht in die Offensive. In verschiedenen Missionen sollen die Kräfte der Helghast geschwächt werden. Grundsätzlich geht es darum, denn Plan eines üblen Helghast Generals namens Metrac zu durchkreuzen und eine Gruppe gekidnappter, menschlicher Politiker zu befreien. Insgesamt erwartet euch aber nicht gerade viel Geschichte, so dass ihr euch einmal mehr voll auf die actionreiche Schlacht konzentrieren könnt.
Vom Gameplay her hat Liberation mit dem PS2 Killzone so gut wie gar nichts gemein. Es ist zwar noch immer eindeutig ein actionorientierter Shooter, die Perspektive und damit auch das Spielgefühl hat sich aber stark verändert. Die Ego-Perspektive musste einer isometrischen, "schräge von oben" Ansicht weichen. Angesichts der frappanten Steuerungsprobleme bei den bisher erschienenen First-Person Games auf der PSP scheinen die Entwickler damit aber einen goldrichtigen Entschluss gefasst zu haben. Templar steuert sich angenehm eingängig durch die Levels und dank einer automatischen Zielfunktion nehmt ihr die Helghast Schergen zu 99 Prozent der Fälle mit Leichtigkeit aufs Korn.
Diese unverzichtbare Hilfe ist auch bitter nötig, denn der hohe Schwierigkeitsgrad stellt selbst gestandene Zocker mit Sicherheit vor das ein oder andere Problem. Fast in jedem Level findet sich eine Stelle, die ihr beim ersten Versuch kaum meistern werdet. Zu allem übel verfügen die gegnerischen Truppen auch über eine äusserst hohe Intelligenz. So agieren sie besonders in Gruppen geschickt, gehen in Deckung, werfen Granaten und feuern beispielsweise auch auf umherstehende, explosive Fässer, wenn ihr euch in deren Nähe befindet! Viele Bildschirmtode und frustige Momente sind also bereits vorprogrammiert, das Spiel weiss aber auch nach dem dritten Ableben in Folge zu motivieren. Ausserdem sind innerhalb der Levels in sinnvollen Abständen Checkpoints verteilt.
Deshalb kommt man mit dem simplen Haudrauf-Prinzip bei Killzone Liberation gerade in den höheren Levels nicht mehr weit und die rechte Schultertaste, mit welcher ihr hinter Objekten in Deckung geht, wird schnell zu eurem besten Freund. Die richtige Taktik entscheidet nicht selten über Sieg oder Niederlage. Ebenfalls von grosser Hilfe kann gerade bei schnellen Gegnern wie Hunden die linke Schultertaste sein, welche die Blickrichtung arretiert. So könnt ihr auch während des Zurückweichens weiterfeuern.
Relativ gut geschützt seid ihr in den steuerbaren Vehikeln wie Panzer, Luftkissenboot oder Jetpack. Bedauerlicherweise gestaltet sich die Kontrolle der Kriegsmaschinerie als äusserst Trickreich, da die Steuerung gleichermassen träge wie überfrachtet ist. Eine nette Abwechslung und guter Schutz sind die fahrbaren Untersätze aber trotzdem Alle paar Missionen gesellt sich zudem ein KI-Kammerade zu euch, welcher euch mit zusätzlicher Feuerkraft zur Seite steht. Über das Steuerkreuz ruft ihr dann eine Befehlsmaske auf, über welche ihr eurem Kollegen Aufträge gebt. Das Kommandosystem funktioniert dabei äusserst gut und ist sehr eingängig zu bedienen. Hier könnten sich eine Menge anderer Entwickler noch eine Scheibe abschneiden.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Guerrilla Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 6
- Releasedatum: 06.11.2006 (erschienen)



