
Mortal Kombat: Unchained
Mortal Kombat: Unchained Test / Review
Midway lässt euch mit Scorpion, Sub-Zero, Raiden, Nightwolf und Co. auf der PSP in den Ring steigen, so dass es nun auch unterwegs heissen kann: Finish Him!
Beim ersten Auftritt der von Jugendschützern nach wie vor eher unbeliebten Serie auf Sonys Handheld handelt es sich nicht um eine wirklich neue Episode, sondern vielmehr um die Umsetzung von Mortal Kombat: Deception, welches vor gut 2 Jahren auf der PS2 erschien. Über den Grund, wieso man sich bei Midway nicht direkt für eine PSP-Version des diesjährigen Mortal Kombat: Armageddon entschieden hat, kann man schliesslich nur Rätseln.
Trotzdem haben die Fans der nach wie vor blutigen Beat’em Up Serie aber durchaus Grund zur Freude, denn das besagte PS2-Vorbild war alles andere als ein schlechtes Spiel und wurde von uns auch mit einer beachtlichen Wertung von 8.4 beehrt. Somit verwundert es auch nicht sonderlich, dass die Entwickler sich für die Umsetzung auf keine grossen Experimente einliessen und eigentlich eine beinahe 1:1 Portierung des Konsolenvorbildes auf die UMD bannten.
Jeder der 30 anwählbaren Kämpfer verfügt über 3 verschiedene Kampfstile, welche über die linke Schultertaste jederzeit gewechselt werden dürfen. Neue Charaktere findet man leider nicht, aber immerhin haben es im Vergleich zu Deception 6 zusätzliche, altbekannte Fighter ins Spiel geschafft. Neben etlichen Standardmoves müsst ihr auf der PSP natürlich auch nicht auf die bekannten Specialmoves, Fatalities und Hara-Kiris verzichten – reichlich rote Pixel inklusive. Da sämtliche Moves in Mortal Kombat über einzelne Richtungseingaben auf dem Digikreuz und nicht wie bei vielen anderen Genre-Vertretern über Halb- oder Viertelkreisbewegungen ausgeführt werden, geht die Steuerung auch auf dem kleinen System äusserst gut von der Hand.
Neben dem altbekannten Arcade Modus finden sich zur Abwechslung ein Schach- sowie ein Tetris-Modus, welche beide schon beim PS2-Original für erstaunlich viel Spielspass sorgten. Die Schachregeln sind zwar nicht ganz originalgetreu, aber machen das Spiel desto interessanter. Von 2 Feldern aus im Brett könnt ihr verschiedene Befehle wie teleportieren, töten, verschieben, und "wieder zum Leben erwecke"' ausführen. Wollen 2 Figuren aufs gleiche Feld, wechselt ihr ins altbekannte MK Geschehen und kämpft es unter euch aus. Beim Tetris-Modus handelt es sich um eine Art Dr. Mario. Ihr versucht gleiche Farben in Kombination zu bringen und sobald ein Icon mit der Zielfarbe erscheint, könnt ihr den Balken auflösen bevor ihr am oberen Spielfeldrand angekommen seid. Die bei euch entfernten Farbblöcke erscheinen übrigens bei eurem Gegner, der sich dann desto mehr ins Zeug legen muss.
Ebenfalls mit von der Partie ist der Konquest Mode. Hier habt ihr die Möglichkeit, auf einer Oberwelt frei zwischen verschiedenen Kampf- oder Trainingsplätzen herumzulaufen und herumstehende Leute anzuquatschen. Begleitet wird das Ganze von einer mehr oder mindern einfallsreichen Story um den Aufstieg eines Neulings zum Superkämpfer, dessen Part natürlich einmal mehr dem Spieler überlassen wird. Kann man die Idee gerade für Einzelspieler grundsätzlich noch als willkommen bezeichnen, krankt die Umsetzung leider an einer fast schon unglaublich schlechten Kameraführung. Die virtuelle Kamera bleibt fast an allen möglichen (und unmöglichen) Objekten hängen und lässt sich teilweise nur mit Glück wieder manuell zu einer ordentlichen Ansicht überreden.
Game Info
- Genre: Beat'em Up
- Entwickler: Midway
- Publisher: Midway
- Spieler offline: 2
- Releasedatum: 20.11.2006 (erschienen)



