
Metal Gear Solid: Portable Ops
Metal Gear Solid: Portable Ops Test / Review
Nach zwei rundenbasierten "Acid"-Auflagen schleicht Solid Snake nun endlich in seiner ursprünglichen Stealth-Action Form auf Sonys Handheld. Und das warten hat sich unserer Meinung nach definitiv gelohnt!
genug, sich das Spiel so schnell als möglich zu besorgen. Der Geschichtsfaden wird bei Portable Ops Anfang November 1970, also rund sechs Jahre nach den Ereignissen des dritten Teils "Snake Eater" bzw. "Subsistence", aufgegriffen. Einmal mehr wird etwas mehr Licht in die Lebensgeschichte des legendären Spions Snake, auch bekannt unter dem Pseudonym "Big Boss", gebracht, der sich bekanntlich von seiner ehemaligen Spezialeinheit FOX getrennt hat. Zu Beginn des neusten Abenteuers wird Snake auch gleich gekidnappt und findet sich unter der Aufsicht eines CIA-Agents und FOX-Mitglieds in einer südamerikanischen Gefängniszelle wieder. Dank der Hilfe eines jungen Soldaten namens Roy Campbell gelingt ihm die Flucht, doch die beiden stolpern damit direkt in die verdeckte Operation einer militanten, sowjetischen Söldnertruppe. Natürlich ist auch die zwielichtige FOX-Truppe darin verstrickt...
Mehr möchten wir euch zu der Hintergrundgeschichte an dieser Stelle nicht verraten. Seid aber versichert, dass es einmal mehr einige überraschende Wendungen auf euch warten. Gerade für Metal Gear Solid Fans bietet das Spiel einige bisher unbekannte Einblicke in die Ereignisse vorheriger Serienteile. Längere Storyabschnitte abseits kleiner Cutscenes und des bekannten Funkverkehrs werden bei Portable Ops nicht in voller 3D-Grafik erzählt, sondern dem Spieler durch schwarz-weisse, animierte Comiceinblendungen vermittelt. Zwar fügen sich diese erstaunlich gut ins Gesamtbild ein und sorgen trotz wenig Bewegung für eine packende Erzählweise, jedoch geht das cineastische Flair der beiden PS2-Vorgänger dadurch bedauerlicherweise etwas verloren. Dafür verbringt ihr diesmal deutlich mehr Zeit im aktuellen Spiel als beim Verfolgen der Hintergrundgeschichte, so dass die Gesamtspielzeit von rund 15 Stunden grösstenteils zur Erfüllung verschiedenster Missionen benötigt wird.
Doch Portable Ops unterscheidet sich auch in anderen Gesichtspunkten deutlich von den bisherigen MGS-Titeln. Die Missionen werden nicht mehr in fixer Reihenfolge gespielt, sondern das nächste Einsatzgebiet kann über eine Karte selbst gewählt werden. Zwar wartet jeweils nur an einem speziell gekennzeichneten Fleck die dem Handlungsstrang folgende, nächste Mission, bereits besuchte Orte können aber so jederzeit wieder betreten werden. Dies ist gerade im Zusammenspiel mit der ebenfalls neuen Rekrutierungsfunktion interessant. Betäubte Gegner könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes "Abschleppen" und zu eurem Truck bringen. So gefangene Söldner schliessen sich euch nach einer gewissen Zeit in der Zelle gerne an. Fortan könnt ihr diese über ein spezielles Menü entweder als Unterstützungstrupp oder Spione einsetzten. Ebenfalls zur Akquirierung neuer Verbündeter kann der (noch nicht erhältliche) GPS-Empfänger oder die Suche nach WLan Access Points genutzt werden, wobei je nach SID, Verschlüsselung und Signalstärke des gefundenen Wirless Lans ein neuer Söldner kreiert wird – War Driving lässt grüssen...
Game Info
- Genre: Stealth-Action
- Entwickler: Konami
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 6
- Spieler online: 6
- Releasedatum: 02.05.2007 (erschienen)



