Driver 76

Driver 76 Test / Review

Mit Driver 76 feiert die Serie nicht nur ihren Einstand auf der PSP, sondern es ist auch gleichzeitig der erste Teil, welcher über Ubisoft erscheint. Ob sich die Entwickler der Reflection Studios bei dem französischen Publisher für die Übernahme mit einem gelungenen Spiel bedanken?

Es wird wohl kaum jemanden verwundern, dass auch der jüngste, mittlerweile vierte Serienableger das sprichwörtliche "Driver-Rad" nicht neu erfindet. Nach wie vor stehen etliche Missionen im typischen GTA-Stil auf dem Programm und das Ganze wird von einer (mehr oder minder) spannenden Storyline um Gangster, Kleinganoven und schnellen Schlitten zusammengehalten. Dass dieses bekannte Schema aber trotz vielleicht mangelnder Innovation noch immer für gehobenen Spielspass sorgen kann, zeigt Rockstar mit jeder neuen Episode von Grand Theft Auto. Wieso sollte es also bei Driver 76 anders sein?

Das uns nun vorliegende, finale Testexemplar besitzt aber trotz klarer Parallelen zum augenscheinlichen Vorbild GTA erfreulicherweise eine ganze Handvoll neuer bzw. veränderter Spielcharakteristiken. Schon beim ersten Start der UMD fällt dies anlässlich der grossflächigen Übersichtskarte auf, über welche ihr die verschiedenen Missionen betretet. Im Gegensatz zum bereits mehrfach genannten Konkurrenzprodukt aus dem Hause Rockstar müsst ihr so nicht erst zur geforderten Location auf der Karte kutschieren, um die entsprechende Mission zu beginnen. Dies hat den Vorteil, dass ihr eine Menge Zeit mit "unnötigen" Fahrten einspart, was gerade angesichts der portablen Konsole durchaus eine gern gesehen Zeitersparnis mit sich bringt. So kann selbst bei einer kurzen Bahnfahrt problemlos eine Mission angespielt werden. Wer sich dennoch ohne Zeitdruck die Stadt genauer ansehen möchte, wählt zum Site-Seeing einfach den jederzeit verfügbaren "Cruisen" Modus.

Ein weiteres Feature, das es in der Form bei bisher keinem GTA gab, ist das Tuning der eigenen Vehikel. Im Laufe des Spiels werden durch erfolgreiche Missionsabschlüsse insgesamt 57 freigeschaltet, die sich allesamt in einem passenden Menü tunen lassen. Neben alternativen, individuellen Lackierungen kann auch der Motor sowie das Fahrwerk und die Bremsen aufgemotzt oder gleich noch ein NOS-Kit installiert werden. Ebenfalls durchaus nützlich können kugelsichere Scheiben oder Reifen (!) sein.

Insgesamt warten 27 Missionen auf spielfreudige Hobby-Ganoven. Leider ist der Umfang von Driver 76 dadurch doch etwas zu knapp ausgefallen, so dass man das Spiel problemlos an einem Wochenende durchspielen kann. Das Missionsdesign ist dabei grundsolide und vermag durch verschiedene Aufträge zu motivieren, die meisten Ziele beschränken sich aber im Grunde auf Fahrten von A nach B, das Erledigen oder Beschützen eines anderen Gangsters oder das Gewinnen von Rennen. Etwas mehr Abwechslung bringen Einsätze mit dem Abschleppwagen ins Spiel. Im direkten Vergleich zu GTA fällt zudem auf, dass nur sehr selten Ausflüge zu Fuss auf dem Programm stehen und ihr die meiste Zeit im Fahrzeug sitzen bleiben könnt. Glücklicherweise sorgen etliche Nebenmissionen wie Rennen oder Taxifahrten für ein Mehr an Spielzeit. Sammlernaturen machen sich zudem auf die Jagd nach 125 im Spiel verstreuten Sternen (ähnlich der Päcken in GTA), die euch exklusive Gegenstände wie Kleidungsstücke oder andere Accessoires zugänglich machen.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Sumo Digital Ltd.
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 08.05.2007 (erschienen)

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