
Driver 76
Driver 76 Test / Review
Der Mehrspielermodus bietet mit einer Art Deathmatch sowie drei verschiedenen Rennvarianten kaum das Mass an Spielspass, das uns die letzten beiden PSP-Versionen von Grand Theft Auto brachten. Auch die Spielerzahl ist mit maximal zwei Teilnehmern arg begrenzt. Absolut löblich ist dafür, dass die Entwickler an eine Game Sharing Funktion dachten. Damit könnt ihr gegen einen Kollegen auch ein Spiel wagen, wenn dieser nicht über eine eigene UMD von Driver 76 verfügt. Nicht zuletzt deshalb werden wohl die meisten Käufer sicherlich mal einen Blick in den Mehrspieler-Part wagen...
Die Steuerung wurde fast unverändert aus den Vorgängern übernommen und wird jedem GTA-Veteranen sofort gut von der Hand gehen. Die verschiedenen Fahrzeugmodelle unterscheiden sich teilweise stark im Handling, lassen sich allesamt aber selbst durch enge Kurven angenehm gut manövrieren. Einzig das Schiessen aus einem fahrbaren Untersatz sorgt für kleinere Probleme: Während das Fahrzeug über den Analog-Stick gesteuert und mit X beschleunigt werden muss, soll gleichzeitig die linke Schultertaste zum anvisieren des potentiellen Opfers sowie das rechte Pendant zum Abfeuern der Waffe gedrückt werden. Gerade in hektischen Verfolgungsjagden sorgt diese Tastenkombination regelmässig für unfreiwillige Zusammenstösse mit anderen Verkehrsteilnehmern, da ihr schlicht nicht mehr genügend schnell die nötigen Ausweichmanöver einleiten könnt. Ansonsten erweisst sich das Kontrollschema aber als absolut handheldtauglich.
Technisch hinterlässt Driver 76 einen guten Eindruck. Insbesondere das Schadensmodell und die sehr detailverliebte Gestaltung aller Fahrzeuge beeindruckt auch Kenner der Materie. Die grosse Weitsicht sowie die physikalisch meist korrekte Darstellung von Kollisionen sind ebenfalls nicht zu verachten. Leider offenbaren sich aber (wie so oft) auf den zweiten Blick einige Mankos, die wir euch hier nicht verschweigen wollen. Zum einen ist die Grafik nicht frei von Slowdowns, auch wenn diese nur sporadisch bei (zu) vielen Wagen auf dem Bildschirm auftreten, zum anderen wirken gewisse Umgebungen aufgrund fader, verwaschener Texturierung etwas zu trist und eintönig. Gerade im direkten Vergleich zum eher bunten, von leuchtenden Neonschildern geprägten Grand Theft Auto: Vice City Stories fällt hier Driver 76 etwas ab. Ebenfalls etwas lästig sind die Ladezeiten von bis zu einer knappen Minute vor jeder Mission.
Die musikalische Untermalung passt durch etliche Lieder aus der Zeit der 70er-Jahre perfekt zum allgegenwärtigen Flair des Spiels. So schallen euch musikalische Perlen wie beispielsweise War mit "Low Rider" oder "Papa was a Rolling Stone" von den Temptations aus den PSP-Boxen entgegen. Bei der Anpassung an den deutschsprachigen Markt hat sich Ubisoft ebenfalls nicht lumpen lassen und präsentiert eine komplett in unser aller Muttersprache synchronisierte Sprachausgabe. Schade nur, schwankt die Qualität der Sprecher sehr stark von hervorragend bis mittelprächtig. Einen kleinen Bonus in Bezug auf die Präsentation kann Driver 76 noch klar durch die ebenfalls im Stile der 70er gehaltenen, animierten Comic-Strips verbuchen, mit Hilfe derer die Geschichte zwischen den einzelnen Kapiteln weitergesponnen wird.
am 16.05.2007 20:52
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Sumo Digital Ltd.
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2
- Releasedatum: 08.05.2007 (erschienen)



