Smash Court Tennis 3

Smash Court Tennis 3 Test / Review

Nachdem alle Tennis-Fans auf der PSP und PS3 bereits mit Segas Vorzeige-Titel Virtua Tennis 3 hervorragend bedient sind, kommt nun auch Namco mit einem entsprechenden Titel für Sonys Handheld auf den europäischen Markt.

Mit dem dritten Teil der seit Dreamcast Zeiten äusserst populären Virtua Tennis Serie bediente Sega die Spielergemeinde mit einem hervorragend spielbaren, schnellen Arcade-Sportspiel. Dementsprechend gross ist die Konkurrenz für Smash Court Tennis 3, weshalb wir im Test hauptsächlich auf die Unterschiede zwischen den beiden ähnlichen, aber dennoch keinesfalls gleichen Games eingehen werden.

Auf den ersten Blick haben Smash Court Tennis und Virtua Tennis 3 viele Gemeinsamkeiten. Das Steuerungsschema beider Vertreter ähnelt sich stark, mit jeweils einer Taste für Topspin-Schlag, Slice und Lob. Bei Smash Court Tennis 3 findet jedoch auch die vierte Aktionstaste Verwendung, um den Ball mit möglichst grosser Wucht ins gegnerische Feld zu dreschen. Dafür leidet bei diesen harten Bällen die Präzision merklich.

Um die gelbe Filzkugel möglichst gut über das Netz zu befördern, zählt wie auch bei Segas Konkurrenzprodukt stark, wie euer virtuelles Abbild beim Ausführen des Schusses zum Ball steht und wie lange die passende Taste vor dem Ballkontakt gedrückt wurde. Bei Smash Court Tennis 3 ist damit aber noch kein perfekter Schlag garantiert, denn hier soll die entsprechende Taste auch zur richtigen Zeit wieder losgelassen werden. Nur wenn das Timing stimmt, gelingt euch ein wirklich präziser und dennoch schneller Schuss. Schliesslich ist beim realen Tennis der Zeitpunkt des Schlages ebenso entscheidend wie die Vorbereitung desselben. Damit verlangt das Spiel ein deutlich höheres Mass an Konzentration und eine gewisse Einarbeitungszeit, was letztlich zum stärkeren Eindruck einer echten, realitätsnahen Simulation des Sports mit gehobenem Anspruch führt.

Im Bezug auf Anzahl und Variantenreichtum der Spielmodi schenken sich die beiden Spiele nichts. Neben Arcade und Turniermodus vermag hauptsächlich der Karrieremodus längerfristig zu motivieren. Insbesondere die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten des eigenen Charakters sorgen bei Smash Court Tennis 3 für einen deutlich grösseren Gestaltungsfreiraum. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz dürfen nicht nur die Leistungswerte des virtuellen Ichs in verschiedensten Attributen verbessert werden, sondern mit den wertvollen Punkten aus Turniersiegen kauft man dem eigenen Tennis-Pro auch gezielt neue Fähigkeiten. Die Investition in Fähigkeiten wie höhere Topspin-, Stopball- oder Aufschlagskontrolle sowie härtere Schläge, schnellere Volleys oder stärkeren Spin nimmt erfreulicherweise auch direkten Einfluss in euer Spiel, so dass Stopbälle beispielsweise merklich grössere Wirkung zeigen als zuvor.

Gefreut hat uns im speziellen, dass der Mehrspielermodus dank Game Sharing auch mit nur einer UMD gestartet werden darf. Nachdem sich die Entwickler bzw. Publisher zu Beginn der PSP-Ära scheinbar etwas scheuten, von dieser praktischen Funktion gebrauch zu machen – man mag vermuten, sie erhofften sich dadurch eventuell grössere Verkaufsmengen – trafen wir die Einbindung einer entsprechenden Option in den letzten Tests immer wieder an. Uns wie euch sollte dies freuen und wir können nur sagen: Weiter so, ihr lieben Programmierer, Producer und Publisher!

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: Bandai Namco
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 28.05.2007 (erschienen)

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