Crush

Crush Test / Review

Es gibt sie leider nur noch sehr selten: Spiele, die durch eine absolut neue Grundidee aus der Masse ihrer regelmässigen Pre- und Sequel-Konkurrenten hervorstechen. Doch mit Crush bringt Sega mit den Entwicklern von Zoe Mode zweifelsohne einen eben solchen Titel auf Sonys PSP.

Hinter Crush versteckt sich ein äusserst gelungenes Puzzle-Spiel, welches hauptsächlich auf dem Übergang zwischen verschiedenen zwei- und einer dreidimensionalen Ansicht basiert. Die wirre Hintergrundgeschichte um einen jungen Mann namens Danny, welcher an Schlaflosigkeit leidet und nun mit der Hilfe eines gewissen Doktor Reubens sowie dessen Maschine "Crush" seine Gedankenwelt zu ergründen versucht, lassen wir deshalb an dieser Stelle einmal aussen vor und widmen uns direkt dem eigentlichen Gameplay von Crush.

Das Ziel des Spiels ist grundsätzlich simpel: In jedem Level soll schlicht der Ausgang erreicht werden. Damit sich dieser öffnet, muss vorher eine gewisse Anzahl Kristallkugeln eingesammelt werden. Die verwinkelte Levelarchitektur erlaubt aber niemals einen direkten Weg vom Start- zum Endpunkt. An dem Punkt kommt genau der bereits angesprochene "Dimensionsübergang" zum Einsatz. Mit einem einfachen Druck auf die linke Schultertaste reduziert ihr die gesamte Landschaft aus der momentanen 3D-Ansicht in ein flaches 2D-Level. Das ganze wird von den Entwicklern als "crushen" eines Levels bezeichnet. Dadurch werden zum Beispiel weiter "hinten" im Raum liegende Plattformen mit den davor Liegenden auf eine Ebene gebracht, wodurch sie für euch erreichbar werden. Marschiert nun einfach (in 2D) auf die gewünschte Ebene und expandiert die Ansicht mit einer erneuten Betätigung des L-Buttons wieder ins Dreidimensionale – schon befindet ihr euch in den zuvor unerreichbaren Tiefen des Raumes.

Natürlich ist der Aufbau des so entstehenden 2D-Levels von der gewählten Ansicht im 3D-Modus abhängig. Deshalb dürft ihr die Ansicht über das Steuerkreuz jederzeit in 90 Grad Schritten rotieren oder in die Vogelperspektive (Top Down View) wechseln. Somit ergeben sich aus jeder Position im Grunde 5 verschiedene Möglichkeiten, den Level ins Zweidimensionale zu reduzieren. Die Struktur erlaubt die Transformation aber meist nicht aus allen Blickwinkeln, denn kommt an eure aktuelle Position beim "crushen" eine Mauer oder Plattform, die euch zerdrücken würde, wird die Transformation aus der aktuellen Ansicht vom Spiel automatisch verunmöglicht. Seid ihr von den Beschreibungen verwirrt und könnt euch kaum etwas darunter vorstellen? Verständlich! Wir empfehlen deshalb auf alle Fälle einen Blick auf die Videos zu Crush zu werfen!

Hat man sich erstmals mit dem ungewöhnlichen, jedoch gerade deshalb wirklich faszinierenden Spielprinzip von Crush angefreundet, stehen einem insgesamt 40 Stages bevor, die es zu lösen gilt. Sind die anfänglichen Herausforderungen noch schnell gemeistert, benötigt ihr für die späteren Levels teilweise eine rechte Portion Zeit und Geduld. Selbst Menschen mit einer aussergewöhnlich grossen räumlichen Vorstellungskraft werden den korrekten Weg durch einfaches Betrachten der Plattformanordnungen finden. Darin verbirgt sich auch der eigentliche Hauptkritikpunkt des Spiels: Im Vergleich zu anderen Puzzlespielen lassen sich viele Levels von Crush nur durch Trial & Error, also mehrfaches Probieren und Scheitern, lösen. Denn selbst wenn ihr euch in Gedanken einen Weg zurechtgelegt habt, muss der Plan oftmals schon einen "Crush" später aufgrund eines unvorhergesehenen Positionswechsels wieder verworfen werden.

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Game Info

  • Genre: Puzzle
  • Entwickler: Zoe Mode
  • Publisher: Sega
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 30.05.2007 (erschienen)

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