Tony Hawk's Project 8

Tony Hawk's Project 8 Test / Review

Nachdem wir bereits Ende November letzten Jahres die PS2 Version von Project 8 ausführlich beleuchteten, erscheint der inzwischen bereits nicht mehr so taufrische Titel nun doch noch in Europa für die PSP.

Eine langjährige Serie wie Tony Hawk’s, welche nun bereits auf der dritten Konsolengeneration seit ihren Anfängen ein Stelldichein hat, geht zwangsläufig durch Höhen und Tiefen. Nachdem mit den Underground Titeln ein gewisser Schwung an Neuerungen die Serie von Jahr zu Jahr in kleineren Belangen verbesserte, gibt es mit Tony Hawk’s Project 8 leider einen Gegentrend zu entdecken. Bereits der Test der PS2-Version offenbarte deutliche Mankos in Leveldesign sowie der überarbeiteten Steuerung. Leider bleibt auch die PlayStation Portable davon nicht verschont...

Doch beginnen wir am Anfang der Geschichte: Einmal mehr ist es die Aufgabe des Spielers, sich in 10 verschiedenen Gebieten vom Amateur Ranglistenplatz 200 unter die Top-Acht zu kämpfen. So plaudert ihr erneut mit herumstehenden Personen, welche euch munter Aufträge verteilen, durch deren Erfüllung euch natürlich Punkte für die Verbesserung eurer Fähigkeiten gutgeschrieben werden. Neu ist ein Bewertungssystem, welches die jeweilige Aufgabe je nach Leistung beurteilt. Müsst ihr also beispielsweise eine möglichst lange Strecke als Grind zurücklegen, so erfüllt ihr die Aufgabe je nach erreichter Distanz in der Kategorie "Amateur", "Pro" oder gar "Sick". Während die beiden ersten Wertungen noch relativ einfach erreicht werden, benötigen für das Ergebnis "Sick" selbst alteingesessenen Tony Hawk’s Profis oftmals mehrere Anläufe.

Die grösste Neuerung von Project 8 ist klar das so genannte "Nail the Trick" System. Befindet sich eure Skater nach einem Sprung in der Luft, aktiviert ihr das System bei den "grossen" Konsolen (PS2, PS3) über einen Druck auf beide Analog-Sticks. Dadurch wird eine Zeitlupe aktiviert und der rechte bzw. linke Fuss eures Charakters lässt sich über den jeweiligen Stick unabhängig voneinander steuern. So kickt ihr das Board in eine Richtung an und vollführ damit die verschiedensten Variationen des standardisierten Trickrepertoires. Natürlich fehlt dieses auch auf der portablen Sony-Hardware nicht, die Umsetzung erlaubt aber bedauerlicherweise kaum einen vernünftigen Einsatz desgleichen.

Aktiviert wird die Zeitlupe auf der kleinen PlayStation über eine Aufwärts-Bewegung mit dem Analog-Stick. Den Part der Analog-Sticks zur unabhängigen Steuerung der beiden Füsse übernehmen dann das Steuerkreuz sowie die vier Aktionstasten. Geht die Steuerung grundsätzlich trotz akuter Fingerkrampf-Gefahr noch in Ordnung, krankt das Ganze vielmehr an der zu langen Zeit die verstreicht, bis die Zeitlupe endlich greift. Es vergehen meist mehrere Sekunden vom Druck des Sticks bis zum Einsetzen der Zeitlupe, was die gesamte Sache in der Praxis kaum brauchbar macht. Nur gerade bei hohen Sprüngen aus einer Quarter- oder Halfpipe schafft man es regelmässig, nicht direkt aus dem "Nail the Trick" auf die Nase zu fallen. Das Verketten mehrerer "Nail the Trick" Sprünge zu einer Combo ist auf der PSP schlicht ein Ding der Unmöglichkeit!

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: 44 Studios
  • Publisher: Activision
  • Spieler offline: 4
  • Releasedatum: 08.06.2007 (erschienen)

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