Tom Clancy's Rainbow Six Vegas

Tom Clancy's Rainbow Six Vegas Test / Review

Nach mehreren Missionen auf PS2 und PC kommt Ubisofts Vorzeige-Spezialeinheit erstmals auch auf der PlayStation Portable zum Einsatz. Doch konnten die Entwickler die Stärken des jüngsten Konsolenauftritts auf die vermeintlich schwächere Hardware portieren?

Erfreulicherweise haben die Verantwortlichen bei Ubisoft Quebec auf eine simple Umsetzung des "grossen" Vorbildes verzichtet und präsentieren stattdessen exklusiv für die PSP eine völlig neue, hardwaregerechte Episode der Rainbow Six Saga. Hinter den insgesamt fünf Missionen steht die Geschichte vom Kidnapping einiger Rainbow Six Kräften, die sodann vom zwei Mann starken Kommando unter eurer Führung befreit werden sollen. Im Gegensatz zur PS3 Version steuert ihr aber nur jeweils einen der beiden Protagonisten mehr oder weniger im Alleingang durch die feindverseuchten Gebiete. Ein Kommandosystem für allfällige Team-Aktion sucht man auf der PSP vergeblich.

Genau wie auf der PlayStation 3 bietet auch die Handheld Version den nahtlosen Übergang zwischen Egoperspektive und Thrid-Person Ansicht, sobald ihr euch zur Deckungssuche an eine Wand presst. Dieses Feature funktioniert auch auf der PSP trotz fehlenden, zweiten Schultertasten erstaunlich gut. Sobald ihr mit dem Analog-Stick stark in Richtung einer Wand, einer Kiste oder sonst einem Levelobjekt steuert, geht der Soldat flugs dahinter in Deckung. Ebenfalls nicht missen muss man die flexible Fiberoptikkamera, welche bereits vor dem Betreten eines Raumes zur Sondierung der Lage unter den Türen durchgeschoben werden kann.

Doch leider hat Rainbow Six: Vegas mit einigen Mankos zu kämpfen, von welchen die Steuerung leider mit Abstand am schwersten wiegt. Das grundsätzliche Problem stellt einmal mehr das Fehlen eines zweiten Analog-Sticks dar, welcher gerade bei Egoshootern fast unverzichtbar ist. So wird der einzelne Analog-Stick der PSP hier zur Bewegung des eigenen Charakters genutzt, während die vier Aktionstasten auf der rechten Seite zur Justierung des Blickwinkels dienen. Funktioniert das System nach kurzer Eingewöhnung noch relativ gut zur Fortbewegung, entpuppt sich die Steuerung für punktgenaues Zielen als reichlich ungeeignet. Verständlich, denn die vier Aktionstasten werden bekanntlich nur digital abgefragt (alles oder nichts), wodurch eine Feinjustierung und damit das manuelle Treffen weit entfernter Ziele fast unmöglich wird. Die alternative Kontrollbelegung mit vertauschten Rollen (Stick zum Umschauen, Tasten zur Bewegung) wäre zwar grundsätzlich eindeutig besser geeignet, geht aber aufgrund der Gewohnheit des seitenverkehrten Schemas äusserst schlecht von der Hand.

Glücklicherweise unterstützt euch aber eine Lock-On Funktion, welche über die linke Schultertaste aktiviert wird, so dass ihr beim Zielen nicht allein auf die ungenaue Kontrolle des Fadenkreuzes angewiesen seid. Sobald ihr einen Kontrahenten auch nur ansatzweise im Visier habt, genügt ein Druck auf die linke Schultertaste und der Terrorbube befindet sich sodann in eurer direkten Schusslinie. Die Lock-On Funktion macht den Titel im Grunde überhaupt erst spielbar – was ihr spätestens an den wenigen Stellen bemerkt, wo man von euch präzise, manuelle Treffer mit dem Scharfschützengewehr fordert! Deswegen zeigt Rainbow Six: Vegas einmal mehr, dass Egoshooter und PSP schlicht nicht füreinander geschaffen sind...

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Ubisoft Quebec
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 4
  • Releasedatum: 26.06.2007 (erschienen)

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