Silent Hill: Origins

Silent Hill: Origins Test / Review

Seit dem ersten Teil auf der PSOne kann die Serie um das scheinbar verschlafene Horror-Städtchen Silent Hill auf eine grosse Zahl geneigter Horror-Fans mit dickem Nervenkostüm zählen. Mit Silent Hill Origins erlaubt uns Konami, den Horror-Trip nun auch auf der PlayStation Portable anzutreten.

Wie es sich für eine langjährige Serie gehört, erlaubt uns auch Silent Hill Origins wiederum einen etwas genaueren Blick auf die Hintergründe der bisherigen Episoden. So spielt der jüngste Spross zeitlich vor allen bisherigen Silent Hill Spielen und der Kinoadaption. Diesmal verschlägt es den Spieler in der Haut des Brummifahrers Travis Grady nach Silent Hill. Wie man bereits früh erfährt, blickt der einsame Trucker auf eine unglückliche Vergangenheit zurück und wird seit geraumer Zeit von Albträumen geplagt. Doch die scheinbare Abkürzung durch Silent Hill stellt all das bereits nach kurzer Zeit in den Schatten. Denn nach einem (serientypischen) Beinahe-Unfall mit einem kleinen Mädchen gibt es aus der Stadt kein Entrinnen mehr... und den Fans bereits bekannte Figuren wie Alessa oder Dahlia sind im weiteren Verlauf der Geschichte natürlich ebenso mit von der Partie.

Bereits innerhalb der ersten Spielminuten zeigt sich aber, dass Travis keinesfalls zu unterschätzen ist. Im Gegensatz zu den bisherigen Helden scheint sich der Trucker bei einigen Kneipenschlägereien oder ähnlichem einige kämpferische Fähigkeiten angeeignet zu haben, die sich gerade gegenüber der Monsterbrut von Silent Hill als äusserst nützlich erweisen. Mit einem Druck auf die rechte Schultertaste nehmt ihr die Kampfhaltung ein. Bereits ohne Argumentationsverstärker beharkt ihr anrückendes Feindvolk in zwei verschiedenen Stärken mit euren Fäusten. Bei stärkeren Kontrahenten greift ihr jedoch besser zu den zahlreichen Nahkampfwaffen, die ihr in verschiedenen Ecken entdeckt. Beinahe alles kann hierbei als Waffe dienen: Vom einfachen Holzscheit über Vorschlaghämmer, Brechstangen und Flaschen bis hin zu Toastern, tragbaren Fernsehaperrat, Infusionsständern (!) und ähnlichem.

Bedauerlicherweise nutzen sich die Waffen aber mit dem Gebrauch auch ab und gehen zwangsläufig irgendwann zu Bruch. Geschieht dies inmitten eines Kampfes, könnt ihr glücklicherweise verhältnismässig schnell über das Steuerkreuz direkt zum nächsten Mordwerkzeug greifen. Da ihr jedoch jederzeit unbeschränkt viele Nahkampfwaffen mit euch herumtragen könnt, kommt ihr kaum in die Situation, dass ihr euch nur noch mit den blanken Händen wehren könnt. Was Spieler der Vorgänger etwas erstaunen wird, ist die vergleichsweise grosse Anzahl an Projektilwaffen, die ihr bei Silent Hill Origins finden könnt. Auch die dazu passende Munition ist bei weitem nicht so rar gesät, wie es bei anderen Serienvertretern der Fall war. Zudem erweisst sich der Protagonist via Lock-On als ziemlich guter Schütze. Diese beiden Umstände sind zwar in so manch brenzliger Situation eine willkommene Erleichterung, bedeutet aber gleichermassen eine gewisse Abkehr von den charakteristischen Begebenheiten, mit denen man jeweils bei allen bisherigen Silent Hill Games zu kämpfen hatte.

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Game Info

  • Genre: Survival-Horror
  • Entwickler: Climax Entertainment
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 15.11.2007 (erschienen)

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