
Sonic Rivals 2
Sonic Rivals 2 Test / Review
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seitdem wir den ersten Teil des Rennspiels mit Sega Maskottchen Sonic im Test hatten. Nun steht bereits der zweite Teil in den Startlöchern und bei uns auf dem Prüfstand.
Während Genre-Kollege Mario neben Kart-Fahren und Fussballspielen noch immer Zeit für hochkarätige Jump&Run Abenteuer findet, hinkt Konkurrent Sonic leider seit Jahren mit eher mässigen Spielen deutlich hintennach. Mit Sonic Rivals erreichte Sonys Hosentaschen-PlayStation aber im letzten Jahr ein durchaus gelungener, jedoch stellenweise etwas frustiger Rennspiel-Ableger mit dem blauen Igel in der Hauptrolle.
Am grundlegenden Gameplay hat sich beim zweiten Teil nichts Grossartiges verändert. Sonic Rivals 2 setzt dementsprechend wiederum voll auf die Stärken der alten Sonic-Spiele: Eine hohe Spielgeschwindigkeit und ein Leveldesign, das Loopings, Korkenzieherkurven und ähnlichem nicht zu unrecht an eine Achterbahnfahrt erinnert. Dennoch ist auch Sonic Rivals 2 wieder mehr ein Rennspiel als ein klassischer Plattformer. wie der Name schon vermuten lässt, ein gewisser Konkurrenzkampf im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk legt ihr deshalb nicht auf das Besiegen diverser Schurken innerhalb eines Levels, sondern auf das Erreichen des Levelendes, bevor der sich ebenfalls auf der Strecke befindliche Konkurrent es tut.
Die Rennen sind nach wie vor teilweise recht schwierig zu gewinnen. Glücklicherweise ist daran bei Sonic Rivals 2 weniger das Leveldesign schuld, so dass der häufig aufkommende Frust beim tödlichen Sturz in kaum sichtbare Löcher und ähnlichem bis auf ganz wenige Ausnahmen der Vergangenheit angehört. Vor zeitraubendem Auswendiglernen bestimmter Levelabschnitte bleiben wir deshalb beim zweiten Teil verschont. Dank dem regelmässigen Auftreten von Alternativwegen bedeutet ein verpasster Sprung auch kaum mehr, dass man beim Zurücklaufen kostbare Zeit verliert. Da aber die Gegner jeweils kaum einen Fehler machen und in Windeseile durch die Levelschikanen huschen, ist der Schwierigkeitsgrad dennoch etwas zu hoch. Wer mehrmals einen Fehltritt macht und nicht mit dem konsequenten Nutzen einiger Abkürzungen wieder Zeit gutmachen kann, hat zwangsläufig das Nachsehen.
Dies führt schlussendlich dazu, dass man das Gros der Rennen mehrmals Neustarten muss, bevor man als Erster die Ziellinie überquert. Nicht selten erringt man den Sieg nur durch absolut fehlerfreies Spielen oder das Kennen bestimmter Abkürzungen. Die dazu nötigen Streckenkenntnisse setzten aber logischerweise wiederum ein erstmaliges Scheitern voraus. Wer sich also daran stört, ein Level mehrmals angehen zu müssen um den Gegner schliesslich abzuhängen und damit den Weg zur nächsten Stage freizulegen, sei an dieser Stelle gewarnt.
Um dem Spiel weitere Abwechslung zu verpassen, erwarten euch in regelmässigen Abständen zwischen den Rennen spezielle "Battles" gegen die Konkurrenz. In den "Knockout-Battles" müsst ihr euren Gegner in einer Art Arena ausknocken. Dies geschieht, indem ihr ihm erstmals aller goldenen Ringe beraubt und den so geschwächten Gegner danach durch einen gezielten Schlag ausknockt. Der Kampf geht dabei jeweils über drei Runden. Sorgt dies vielleicht beim ersten Match noch für die angepeilte Abwechslung, werden die Battles bereits ab der zweiten Levelserie zur immergleichen, langwierigen Pflichtübung. Aus meiner Sicht hätten die Entwickler deshalb besser auf die Battles verzichtet und dafür noch einige Levels mehr auf die UMD gepackt.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Backbone Entertainment
- Publisher: Sega
- Spieler offline: 2
- Releasedatum: 28.11.2007 (erschienen)



