Medal of Honor Heroes 2

Medal of Honor Heroes 2 Test / Review

Egoshooter und PlayStation Portable gehen für gewöhnlich nicht gerne Hand in Hand und die meisten Versuche, die action-geladenen Bleiorgien auf Sonys Handheld umzusetzen scheiterten in der Vergangenheit nicht zuletzt am fehlenden zweiten Analogstick. Diesen können die Damen und Herren von Electronic Arts zwar nicht hinzaubern, aber mit Medal of Honor Heroes 2 gelingt ihnen dennoch ein zu weiten Teilen kompetenter Genre-Vertreter.

Bahnbrechendes dürfen Ballerfreunde allerdings auch vom zweiten 'Heroes' Titel nicht erwarten, bietet das Spiel doch im Grunde nichts, was man nicht schon bei anderen Konsolenvertretern gesehen hat, nur eben diesmal auf der handlichen PSP. In der Rolle eines Spezialagenten des Militärs müsst ihr, meist auf euch allein gestellt, hinter die feindlichen Linien vordringen und dort für Recht und Ordnung sorgen. Denn wie die alarmierenden Geheimakten eures Vorgesetzten offenbaren, haben die Nazis mal wieder nichts Gutes im Sinn und basteln hinter verschlossenen Türen an einer neuen Waffe, die den Ausgang des Kriegs doch noch zu deren Gunsten entscheiden könnte. Viel tiefer geht die Plot-Synopsis von Heroes 2 zwar nicht, doch immerhin sind die einführenden Videosequenzen zu Beginn jeder der insgesamt sieben Missionen recht stimmungsvoll, wenn auch unspektakulär gemacht und werden von einem überzeugenden Sprecher vorgetragen.

Und so schickt euch die Handlung im Verlauf des Spiels zu den üblichen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs-Szenarios wie einem mit Bunkeranlagen dekorierten Strand, zerbombten Städten, geheimen Fabrikanlagen und unterirdischen Forschungseinrichtungen, allesamt selbstredend dicht besiedelt mit deutschen Soldaten. Die einzelnen Level sind dabei zwar äusserst linear gehalten, aber allesamt abwechslungsreich designed und eignen sich mit einer Spiellänge von je 20-30 Minuten pro Mission auch für kleinere Spielesessions unterwegs, zumal sich auch immer wieder einige Kontrollpunkte in den Abschnitten finden. Aufmerksamen Rechenkünstlern wird hierbei allerdings aufgefallen sein, dass die Spieldauer mit knapp dreieinhalb Stunden enorm kurz geraten ist und obgleich verschiedene Schwierigkeitsgrade, Sekundärmissionen und zu verdienende Auszeichnungen zum Wiederspielen locken, bleibt der Titel enttäuschend kurz.

Die einzelnen Aufgaben eures Super-Soldaten sind dabei kaum originell und beschränken sich meist darauf, strategische Ziele in die Luft zu jagen oder Forschungs-Papiere sicherzustellen. Auf dem meist geradlinigen Weg zum nächsten Ziel stellen sich euch jeweils dutzende von feindlichen Soldaten in die Quere, deren Kugelhagel ihr am besten hinter den praktischerweise alle paar Meter aufgestellten Schutzwällen wie Kisten, Fässern und Mauern entgehen könnt. Einen Grossteil der Kampagne verbringt ihr so damit, hinter der sicheren Deckung hervorzulugen und unvorsichtige Gegner entweder per grosszügigem Auto-Aim oder über Kimme und Korn aus dem Weg zu räumen. Das rudimentäre Gameplay macht zwar durchaus Spass, wird aber duch die Tatsache gehemmt, dass ausgeschaltete Gegner binnen Sekunden durch ihre eineiige Zwillinge ersetzt werden und das nicht selten drei, vier Mal. In manchen Gebieten, insbesondere zum Schluss des Spiels hin, scheint dies sogar unendlich oft der Fall zu sein, wenn man nicht die Initiative ergreift und einfach mal auf Glück vorrückt, ein Umstand, welcher den Geduldsfaden mit der Zeit stark zu strapazieren beginnt.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: EA LA
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 8
  • Spieler online: 32
  • Releasedatum: 22.11.2007 (erschienen)

Leserwertung

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