
Wipeout Pulse
Wipeout Pulse Test / Review
Die Wipeout-Serie fährt seit ihrem Bestehen in der Oberliga der futuristischen Rennspiele mit und wenn auch der Ruf der Reihe unter zwischenzeitlich eher mauen Vertretern zu leiden hatte, meldete sie sich pünktlich zum Launch der PSP mit Wipeout Pure in all seiner Pracht zurück. Nun erreicht uns mit Wipeout Pulse der zweite Serienableger auf Sonys Handheld und gleichwohl sich Entwickler Studio Liverpool auf keinerlei waghalsige Experimente eingelassen hat, war Wipeout wohl nie besser.
Nach wie vor ist Wipeout vor allem eines: verdammt schnell. Als Pilot eines futuristischen Hovercrafts kurvt ihr gegen bis zu sieben Konkurrenten mit mehreren hundert Sachen über manche der abgefahrendsten Rundkurse, die das Rennfahrer-Auge je erblickt hat. Auf den Strecken verteilt finden sich Boost-Pads, die für zusätzlichen Schub sorgen sowie Waffen-Ports, die verschiedenste Raketen, Minen, Impulswaffen und andere Power Ups bereithalten, um sich der Konkurrenz zu entledigen. Nicht benötigte Gadgets können darüber hinaus auch gegen neue Schildenergie eingetauscht werden, denn solltet ihr selbst zu viele Treffer kassieren oder zu oft gegen die Banden der enggesteckten Kurse knallen, ist schnell einmal Feierabend.
Um Reparaturen braucht man sich in der Zukunft aber glücklicherweise keine Sorgen zu machen, denn alle Firmen stellen euch bereitwillig ihre Modelle zur Verfügung, die sich in Attributen wie Spitzengeschwindigkeit oder Handlung auch merklich unterscheiden. Zwar könnt ihr euer Gefährt jederzeit wechseln, doch Markentreue wird in Pulse mit Loyalitätspunkten belohnt, die zusätzliche Skins und andere Goodies für euren Flitzer freischalten. Alle Vehikel sind ausserdem neu mit Elektro-Magneten ausgestattet, die auf gewissen Streckenabschnitten die Wagen buchstäblich an die Unterlage kleben und so noch abgefahrenere Leveldesigns wie horizontale Loopings ermöglichen.
Der Einzelspieler-Modus von Wipeout Pulse kommt deutlich ausgefeilter daher und bietet im Vergleich zu Pure weitaus mehr Abwechslung, auch wenn sich am Grundgedanken nichts geändert hat. Weiterhin startet ihr mit einer limitierten Anzahl von zur Verfügung stehender Strecken und Spielmodi und allein durch tüchtiges Absolvieren von zahllosen Rennen gegen Computergegner schaltet ihr nach und nach neue Strecken, Skins für euren Flitzer und anderen Bonus-Content frei, während der Schwierigkeitsgrad langsam ansteigt. Dabei ist vor allem die Strukturierung des Singleplayer-Anteils viel motivierender gehandhabt als noch beim Vorgänger, wo nie so wirklich klar war, was man nun genau tun muss, um ein im Spiel voranzuschreiten.
Das Spiel ist in 16 sogenannte Grids aufgeteilt, von denen zu Beginn allerdings nur das Erste zugänglich ist. Innerhalb jedes Grids findet ihr eine Vielzahl verschiedener Events, die in kleinen Hexagons angeordnet sind. Auch hier ist die Auswahl zunächst beschränkt, doch durch das erfolgreiche Absolvieren eines Events schalten sich alle umliegenden Anlässe frei. Um nun das nächsthöhere Grid freizuspielen, benötigt ihr jeweils eine gewisse Anzahl Punkte, die ihr in den einzelnen Rennen durch Podestplätze einfahren könnt. Der Clou ist, dass ihr, sofern ihr immer zu oberst auf dem Treppchen steht, mehr Punkte einsackt und deshalb nicht alle Events eines Grids durchspielen müsst, um mit dem Spiel fortfahren zu können. Dadurch lässt es einem das Spiel auch offen, Spielmodi oder Strecken, die man nicht mag, grösstenteils zu ignorieren und trotzdem weiteren Content zu erwirtschaften.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Studio Liverpool
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 8
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 10.12.2007 (erschienen)




