
SOCOM: U.S. Navy Seals Tactical Strike
SOCOM: U.S. Navy Seals Tactical Strike Test / Review
Die Fans der bisherigen Socom Games erwartet mit Tactical Strike eine Überraschung. Nach den zwei Fireteam Bravo Teilen, die sich spielerisch klar an den PS2-Vorbildern orientierten, bringt die jüngste PSP-Episode eine ungeahnte Genre-Wende mit sich.
Zwar begebt ihr euch auch bei Socom: U.S. Navy Seals Tactical Strike aus der Third Person Perspektive rund um den Globus auf die Terroristenjagd, übernehmt aber nicht direkt die Kontrolle über eines der vier Mitglieder eures Teams. Stattdessen dirigiert ihr die vier Elitesoldaten über ein Kommandosystem durch die feindverseuchten Landschaften. Damit ist Tactical Strike im Gegensatz zu den bisherigen Socom Titeln ganz klar im Genre der Echtzeitstrategiespiele einzuordnen.
Wie bereits erwähnt wurde die Perspektive, aus welcher ihr das Geschehen betrachtet, beibehalten. Ihr blickt also weiterhin jeweils einem Teammitglied über die Schultern und könnt die Kamera zusätzlich über den Analog-Stick zur besseren Übersicht frei um den aktiven Soldaten drehen. Um den gesamten Einsatztrupp jeweils im Blick zu haben, kann der momentan aktive Frontkämpfer, um dessen Kopf sich die Kamera drehen lässt, über die Schultertasten gewechselt werden. Über die gleichen Buttons kann das Team in zwei Gruppen zu je zwei Seals aufgespaltet werden, die sodann unabhängig von den Kollegen auf Kommandos warten. Dadurch werden taktische Manöver wie das verdeckte Flankieren von gegnerischen Stellungen erst möglich.

Sämtliche Kommandos werden über die vier Aktionstasten erteilt. Über einen Druck auf die Kreistaste verwandelt sich das Fadenkreuz in einen Cursor, welcher sich sodann über die Areale dirigieren lässt. Zeigt damit auf die nächste Stellung und nur einen Knopfdruck später macht sich die eigene Truppe (oder Teile davon) gehorsam auf den Weg. Funktioniert das System auf verhältnismässig offenem Gelände sehr gut, erweisst sich die Kontrolle des Cursors in engeren, verwinkelten Räumlichkeiten stellenweise als etwas problematisch. Dies liegt hauptsächlich daran, dass der besagte Cursor nicht völlig frei über die Spielfläche bewegt werden kann, sondern fest mit dem Boden verbunden ist. Deshalb müsst ihr mit dem Befehlsinstrument genau den Weg verfolgen, welcher auch die Seals nehmen sollen. Da die Kamera dabei zwar in die passende Richtung mitschwenkt, aber trotzdem die Position in der Kopfnähe des gerade aktiven Charakters beibehält, kann bei mehrstöckigen Arealen der Blick auf den Cursor und damit letzten Endes die Übersicht schon einmal kurzzeitig verloren gehen. So schickt ihr die eigenen Einheiten nicht selten "blind" in den nächsten Abschnitt.
Die Offensive aktiviert ihr über die X-Taste. Habt ihr einen Gegner im Visier, gebt ihr wahlweise den direkten Feuerbefehl oder aber ihr wählt aus einem aufrufbaren Gefechtsmenü weitere Angriffsoptionen. Abhängig von den Fähigkeiten des aktuellen Seals lässt sich dieser zum Werfen von Granaten, dem Einsatz eines Scharfschützengewehrs oder ähnlichem überreden. Alle Aktionen lassen sich zudem über eine "auf meinen Befehl" Option bereits delegieren, ohne dass diese direkt ausgeführt werden. Die so delegierten Aktionen können dann zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt mit einem weiteren Tastendruck simultan gestartet werden. Besonders, wenn ihr euer Team in Zweiergruppen aufteilt, könnt ihr zum Beispiel die eine Truppe bereits für Sperrfeuer in Position bringen, während ihr euch mit der zweiten an den Gegner anpirscht. Wenn ihr euch genügend Zeit für das Vorbereiten einer solch geplanten Vorgehensweise nehmt, kann das Resultat äussert zufrieden stellend ausfallen und das Vorankommen erheblich erleichtern.
Game Info
- Genre: Strategie
- Entwickler: Slant Six Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 4
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 12.12.2007 (erschienen)



