
Pursuit Force: Extreme Justice
Pursuit Force: Extreme Justice Test / Review
Schon der erste Teil erinnerte mit den irrwitzigen Verfolgungsjagden und deutlich überzeichneten Stunteinlagen sofort an moderne Action-Blockbuster aus Hollywood. Auch der Nachfolger mit dem Untertitel Extreme Justice fackelt aber nicht lange und bietet ein mehr als rasantes Gameplay.
Obwohl das original Pursuit Force bei uns nur eine durchschnittliche Wertung verbuchen konnte, blieb mit der Titel auch nach gut zwei Jahren noch in positiver Erinnerung. Selten zuvor konnte ich mich so schamlos dem Spass schneller Verfolgungsjagden und (im wahrsten Sinne des Wortes) fliegender Fahrzeugwechseln hingeben. Jedoch stellte der generell zu hohe Schwierigkeitsgrad in Kombination mit dem völligen Fehlen von Rücksetzpunkten innerhalb der Missionen ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Wer nicht eine gewisse Frusttoleranz zu seinen Stärken zählte, könnte deshalb bereits nach dem ersten Auftrag die Flinte bzw. PSP ins Korn geworfen haben. Eine stellenweise äusserst ungenaue Lenkung sowie drastische Slowdowns zogen die Wertung damals ebenfalls weiter nach unten.
Doch bewerten wir hier ja selbstverständlich nicht den Erstling. Deshalb stellte sich auch mir vorerst die Frage, was sich bei Pursuit Force: Extreme Justice zum Besseren gewandt hat. Das Fehlen von Checkpoints war aus meiner Sicht eines der grössten Mankos und wurde erfreulicherweise beim soeben erschienenen Nachfolger auch prompt ausgemerzt. Vorbei also die Zeiten, als man einen ganze Mission nochmals von vorne Beginnen musste, nur weil man einige Meter vor dem Ziel scheiterte. Jeder Auftrag verfügt über mindestens einen klug gewählten Rücksetzpunkt, der das Aufkommen von unnötigem Frust effizient zu verhindern weiss. Das Spiel ist zwar genau wie sein Vorgänger durchaus eine Herausforderung, die Checkpoints sowie eine deutlich mildere Lernkurve entschärfen den Schwierigkeitsgrad aber deutlich. Wem es dennoch zu harzig wird, dem bietet sich im Optionsmenü die Wahl zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen.
Vieles blieb aber auch beim Alten: Nach wie vor jagt ihr in der Haut eines jungen Polizei-Haudegens erbarmungslos motorisierte Ganoven. Die Hintergrundgeschichte dreht sich diesmal um ein tief greifendes Komplott und scheint in Anbetracht des ansonsten doch eher oberflächlichen Spass-Gameplays ein wenig deplaziert. Daran trägt zu einem grossen Teil mit Sicherheit die eher platte Präsentation der gesamten Storyline Mitschuld: Weder die Handvoll Renderfilmchen noch die Stimme starrer Passbild-Fotos, die zwischen den Einsätzen das Wort ergreifen, können so richtig an die an sich interessante Hintergrundgeschichte fesseln. Ehe man sich versieht klickt man so die Dialogsequenzen ungehört weg, um direkt im nächsten Level aufs Gas treten zu dürfen. Wenn man den Spielern schon einen dickeren Plot servieren will, dann sollte dieser auch mit einer angemessenen Präsentation untermauert werden.
Beim Gameplay hat man sich glücklicherweise stark am Vorgänger orientiert. Um den Kontrahenten gewachsen zu sein, beweisst auf den Strecken neben einem scheinbar gut trainierten Abzugsfinger an der Dienstwaffe echte Stuntman-Qualitäten. Nähert ihr euch einem Fahrzeug, erscheint eine entsprechende Markierung und nur einen Knopfdruck später wagt der Protagonist den Sprung auf die gegnerische Karosse. Je nach Absprungposition findet ihr euch Sekundenbruchteile später entweder auf der Motorhaube oder am Heck des anderen Autos wieder. Nun noch die bis zu vier Insassen zur Strecke bringen ohne den Halt zu verlieren (der Fahrer versucht euch nicht selten mit schnellen Kurvenfahrten abzuschütteln), und schon seid ihr Besitzer eines neuen Wagens.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: BigBig Studios
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 4
- Releasedatum: 03.12.2007 (erschienen)



