Dead Head Fred

Dead Head Fred Test / Review

Habt ihr einem Gegenspieler oft genug vor die Zwölf gehauen, bleibt dieser für kurze Zeit gelähmt stehen, was euch die Chance zu einem God of War-mässigen, nicht selten blutig in Szene gesetzten Finishing Move gibt. Das Vollführen einer solchen Attacke ist nicht nur äusserst befriedigend nach den oft zähen Auseinandersetzungen, sondern füllt auch eure Wut-Leiste auf, mit der ihr besonders starke Spezialangriffe auslösen könnt, die nicht selten einen Gegner mit einem einzigen Schlag entgültig ins Jenseits befördern. Doch Vorsicht, auch eure Gegner verfügen über ähnlich durchschlagskräftige Attacken, die ihr allerdings, vorausgesetzt ihr tragt den richtigen Kopf auf euren Schultern, mit etwas Timing auch Kontern könnt.

Leider artet der Kampf trotz scheinbarer Spieltiefe und Optionsvielfalt oft in eher planlosem Button Mashing aus, was nicht zuletzt an der trägen Kameraführung liegt, die selten einen optimalen Blick auf eure Widersacher erlaubt. Die einzige Möglichkeit zur Nachjustierung liegt dabei im ohnehin mit Funktionen überbelegten Block-Button, der in Zusammenarbeit mit dem Analog-Stick nicht nur die Kamera (äusserst langsam) um Fred rotiert, sondern in Kombination mit den Angriffstasten auch die erwähnten Spezialattacken auslöst. Erschwerend kommt hinzu, dass die für Tritt-Kombos verwendete X-Taste gleichzeitig auch zum Springen verantwortlich ist, was nicht selten Probleme bereitet.

Dadurch verkommen die Kämpfe in Dead Head Fred unglücklicherweise bald zu einem eher müssigen Übel als einem bereichernden Spielelement, was insbesondere Schade ist, da ihr einen Grossteil eurer Spielzeit mit unzähligen Prügelorgien verbringen müsst. Schlimmer wird das Ganze noch, wenn ihr gleichzeitig gegen mehrere der im Grunde nicht besonders hellen Opponenten antreten müsst, da der anvisierte Gegner nicht selten einfach fröhlich eure Angriffe abblockt, während ihr von seinen Kollegen in die Mangel genommen werdet. Da Held Fred nicht gerade der geborene Krieger ist und schnell mal den Löffel abgibt, kann sich trotz häufiger Speicherpunkte und blitzschnellem Wiedereinstieg rasch ein gewisser Frust einstellen.

Schlagt ihr euch nicht gerade mit den herumlungernden Untoten rum oder löst mit Hilfe eurer Schädelsammlung einige Puzzles, erkundet ihr die acht riesigen Gebiete, durch die euch Freds Abenteuer führt. Abwechslung wird hierbei gross geschrieben und eher gruslige Areale wie das nebelumhangene Creepy Hollow oder das logischerweise von Zombies beheimatete Zombietown bilden einen irritierenden, jedoch witzigen Kontrast zum einladenden 40er Jahre Städtchen und seinen nichtsahnenden Einwohnern. Dabei könnt ihr mit Hilfe eines automatisierten Kanalisationssystems jederzeit in bereits besuchtes Terrain zurückkehren, um zum Beispiel die zahlreichen Nebenquests zu erledigen, mit denen euch die Bewohner von Hope Falls beauftragen.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Vicious Cycle
  • Publisher: D3 Publisher
  • Spieler offline: 1

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