Dead Head Fred

Dead Head Fred Test / Review

Für eure Hilfe werdet ihr selbstverständlich mit etwas Cash belohnt, die bei den örtlichen Händlern in nützliche Heiltränke und andere Items investiert werden können. Auch gefallene Gegner lassen jeweils meist unnützen Plunder fallen, doch die humorvollen Umschreibungen eurer Belohnungen wie "eine Tasse Klowasser” verlieren bald etwas ihren Reiz, da der Umtausch in bare Münze beim nächstgelegenden Verkäufer etwas zu viel eurer Zeit beansprucht. Eine weitere, komplett optionale Einnahmequelle und einladende Abwechslung vom Ermittler-Altag bilden einige im Spiel enthaltene Mini-Games wie Billiard, Flipper-Automaten oder Hahnenkämpfe mit eurem eigenen Zuchthahn.

Ist das Gameplay aufgrund der suboptimalen Kameraführung und auf Dauer monotonen Kämpfen nicht immer über alle Zweifel erhaben, glänzt die audiovisuelle Präsentation von Dead Head Fred aber beinahe auf ganzer Linie. Insbesondere die Charaktere bestechen durch einen hohen Detailgrad und sind allesamt hervorragend animiert, wobei sich Freds Statur sogar je nach aufgelegtem Schädel vom schmächtigen Knochengerüst zum muskelbepackten Frankenstein-Monster oder schlurfenden Zombie entwickelt. Das Leveldesign ist wie erwähnt enorm abwechslungsreich und glänzt mit ungewöhnlich scharfen Texturen und einigen feinen Lichteffekten, ohne dass sich die Bildrate je negativ in Szene setzt. Allerdings variiert die Grösse der einzelnen Levelabschnitte teils gewaltig und besonders zu Beginn des Spiels wandert ihr von einem winzigen Raum zum nächsten, wobei sich die an und für sich unbedenklichen Ladezeiten merklich addieren.

Soundtechnisch überzeugt vor allen Dingen die hervorragende, wenn auch englische Synchronisation, die jedem Charakter wie auf dem Leib gesprochen ist. So wird die Rolle des guten Freddy beispielsweise von John C. McGinley gesprochen, der bereits in Filmen wie Platoon mitgespielt hat und in jüngerer Zeit in der beliebten Comedy-Serie 'Scrubs' zu sehen ist. Die Dialoge sind mit einer Vielzahl an Wortwitzen, insbesondere in Hinsicht auf Freds kopflose Situation, gespickt und machen ansprechenden, wenn auch teilweise forcierten Gebrauch von unzimperlichen Schimpfworten. Hingegen wirkt die öde Musikuntermalung leider recht uninspiriert und erinnert eher an einschläfernde Fahrstuhlmusik denn an Atmosphäre-schaffende Spielemelodien.

Eingetragen von cb
am 10.01.2008 21:17

Fazit

Es ist schwer zu erklären, was Dead Head Fred zu einem so spassigen Unterfangen macht. Für sich alleine genommen werden die unzähligen Kämpfe schnell eintönig und die störrische Kamera macht so manche Sprungpassage frustrierender als nötig. Doch zusammen mit der makaberen Atmosphäre, einer ausgezeichneten Präsentation und jeder Menge gesundem Humor wird Freds ungewöhnliches Abenteuer zu einem durch und durch unterhaltsamen und vergleichsweise langanhaltenden Spielspass-Garanten für Action-Adventure und Jump & Run Fans.

Wertung

Gameplay
7.6
Langzeitmotivation
8.0
Präsentation
8.2
Grafik
8.5
Sound
8.1
Total
8.0
Sehr Gut
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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Vicious Cycle
  • Publisher: D3 Publisher
  • Spieler offline: 1

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