
Dragoneer's Aria
Dragoneer's Aria Test / Review
Diese Spezialattacken und Zauber zehren selbstredend an euren Mana-Reserven, wobei hier nicht jeder Charakter seinen eigenen Vorrat besitzt, sondern sich die ganze Gruppe einen einzigen Balken teilt. Gefüllt wird dieser zum Beispiel durch normale Angriffe, Tränke oder indem man eine Verteidigungsstellung einnimmt. Wird ein verteidigender Charakter sodann angegriffen, könnt ihr den ausgeteilten Schaden in einem kleinen Mini-Game verringern, doch der gesamte Prozess verlängert die ohnehin schon unerträglich langsam verlaufenden Kämpfe nur noch mehr. Problematisch ist auch, dass eure Reserven das gesamte Spiel hindurch auf 1000 Mana beschränkt sind, wobei ein Zauber erster Stufe jeweils 100 Einheiten des magischen Saftes abzieht, verbesserte Versionen aber ein Vielfaches mehr. Da die Reserven sich grundsätzlich nur langsam erholen lassen, macht diese Knappheit den Gebrauch dieser teuren Manafresser eher unnütz, da sonst die Gefahr besteht, dass euch im dümmsten Moment die Magie ausgeht, zumal physische Attacken sich oft lohnender auszahlen.
Für noch mehr Monotonie sorgen die immer gleichen Monster-Modelle, die sich alleine durch leicht veränderte Texturierung unterscheiden. So wird aus einer einbandagierten Mumie bald ein Zombie oder ein Vampir, was nicht nur die Motivation hemmt, sondern einen auch nicht auf einen besonders gefährlichen Gegner hinweist. Einzig die selten auftauchenden und entsprechend unheilvollen Avatare verstecken ihren Herausforderungsgrad keineswegs und wer die Geduld aufbringt, jeweils zehn Stück dieser raren Viecher zu fangen, darf sie fortan im Kampf beschwören. Wenn ihr eure Zeit nicht mit kämpfen verbringt, könnt ihr euch als Handwerker versuchen und die vielen Gegenstände, die ihr in den Geschäften findet, jederzeit auch ganz einfach selbst herstellen. Dafür benötigt ihr aber nebst den in Kämpfen gewonnenen Materialien das entsprechende Rezept, welche ihr gelegentlich findet oder von Personen bekommt.
So durchschnittlich, wie sich der Titel bis jetzt gibt, darf auch von technischer Seite her nicht allzu viel erwartet werden und dem wird Dragoneer's Aria gerecht. Während die Charaktere, insbesondere die vier Protagonisten zwar recht detailiert modeliert sind, enttäuschen deren Animationen masslos, was insbesondere in den erwähnt öden Zwischensequenzen zu Tage tritt. Die Umgebung ist gleichermassen karg und detailarm, neigt zu Clipping-Fehlern und Pop-Ups, läuft aber wenigstens komplett flüssig über den PSP Screen. Besonders negativ fallen während den Dialogen auch die asynchronen Lippenanimationen auf, die gänzlich auf die (glücklicherweise) im Spiel enthaltene Japanische Synchronisierung zugeschnitten ist. Im Englischen hingegen müsst ihr euch mit teilweise nervenden Stimmen und lustlosen Dialogen herumplagen, auch wenn die Performance der eingesetzten Sprachtalente variiert und ab und zu doch ein Schmunzeln entlocken kann. Mit dem Wort Aria im Titel darf man zumindest eine solide Musikuntermalung erwarten und hier hält der Titel durchaus, was er verspricht, auch wenn die Pianoklänge nicht über alle Massen fesselnd sind und vor allem während den atmosphärelosen Story-Sequenzen schmerzlich vermisst werden.
am 25.02.2008 22:58
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Rollenspiel
- Entwickler: Hit Maker
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 4
- Releasedatum: 14.02.2008 (erschienen)



