Need for Speed: ProStreet

Need for Speed: ProStreet Test / Review

Knapp drei Monate ist es her, seit der jüngste Spross der NFS Serie auf den "grossen" Konsolen erschien. Bis zum heutigen Tag mussten wir deshalb auf die Handheld-Portierung warten.

Im Gegensatz zu den fast identischen Versionen für die verschiedenen Konsolensysteme mussten die Entwickler für die PSP-Fassung ein komplett neues Spiel schaffen. Deshalb hat die entsprechende UMD der PlayStation Portable abseits des gleichen Namens kaum etwas mit ihrem PS3-Bruder gemein. Die Frage, die nun unweigerlich aufkommt, ist natürlich, ob dies letztendlich eine positive oder negative Auswirkung auf das Endprodukt hat. Insbesondere, da die PlayStation 3 Version von Need for Speed: Pro Street in unserem Test nur eine mittelmässig Wertung für sich beanspruchen konnte.

Bedauerlicherweise wird einem bereits nach den ersten Spielminuten klar, dass klar der letztgenannte Fall eingetreten ist. Schon das eher spartanische Startmenü, das euch lediglich die Wahl zwischen einem schnellen Rennen, einer Karriere oder einer Mehrspielerrunde offeriert, zeugt nicht gerade von einer aufwendigen Umsetzung. Der zentrale Aufstieg vom Nobody zum Szeneheld innerhalb der virtuellen Rennfahrerkarriere ist zudem nicht mehr als eine simple Reihe von Einzelrennen innerhalb der 13 verfügbaren Strecken. Etwas Abwechslung bringen dabei glücklicherweise verschiedene Rennvarianten wie normale Rundkurs-Races, Knockout-Rennen und die bekannten Radarfallen Herausforderungen. Die Drift-Events oder Beschleunigungsrennen (Drag Races) der PS3-Version sucht ihr aber vergeblich.

Etwas, dass die NFS-Serie jedoch schon seit geraumer Zeit auszeichnet, sind die vielfältigen Tuning-Optionen. Jeder virtuelle Autoschrauber hatte deshalb wohl auch ein Auge auf NFS: ProStreet geworfen. Von der wahren Optionsflut des Konsolenvorbildes ist auf der PSP aber leider kaum mehr etwas zu erkennen. Abseits von Performance-Tuningpaketen in den Bereichen Motor, Fahrwerk, Karosserie und Nitro dürft ihr nur gerade die Wagenfarbe ändern, die Felgen wechseln oder eine Handvoll Sticker auf den Wagen kleben. Spoiler, Schürzen, Auspuffanlagen und ähnliches Optik-Tuning fiel scheinbar der Entwickler-Schere zum Opfer. Da war bei Need for Speed: Carbon auf der PlayStation Portable eindeutig mehr möglich. Damit wird auch direkt die an sich beachtliche Anzahl von 32 Rennboliden wiederum relativiert.

Als wäre dies nicht schon genug Kritik, gibt auch die an sich typische Arcade-Steuerung bei einigen Vehikeln Grund zur Klage. Die bessern Wagen lassen sich zwar insgesamt erstaunlich eingängig durch die kurvenreichen Pisten dirigieren, gerade die eher langsameren Anfänger-Autos steuern sich aber teilweise mehr wie ein Boot. Damit gestaltet sich der Einstieg ins Spiel eher schwierig und mühsam – nicht zuletzt, da man jedes Rennen auf dem ersten Platz beenden muss, um auf der Karriereleiter einen Schritt weiterzukommen. In Anbetracht dessen erweisst es sich schon fast als Segen, dass man nur gegen jeweils drei Konkurrenten antreten muss, die sicherlich nicht zu den intelligentesten CPU-Fahrern gehören.

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: EA Black Box
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 4
  • Releasedatum: März 2008

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