
Crisis Core: Final Fantasy VII
Crisis Core: Final Fantasy VII Test / Review
Kaum ein Spiel erfreut sich solch einer Beliebtheit wie das legendäre Final Fantasy VII für die erste PlayStation und während die Fangemeinde seit Jahren um ein Remake des Klassikers bettelt, ergänzt Entwickler Square Enix die Spielewelt rund um Cloud und Co. auf andere Weise. Nach dem Shooter Dirge of Cerberus, einem Anime, einem computergenerierten Spielfilm und vielen weiteren Puzzle-Stücken, welche diese Compilation of Final Fantasy VII über die Jahre expandiert haben, erscheint nun mit Crisis Core: Final Fantasy VII der vorläufige Höhepunkt des Spieleuniversums und ohne allzu viel vorweg zu nehmen, hat sich das Warten gelohnt.
Bereits nach den ersten Spielminuten wird klar, dass Crisis Core vor allem für diejenigen unter uns gedacht ist, welche das Original gespielt und geliebt haben. Ihr werdet auf viele bekannte und liebgewonnene Gesichter wie Aerith, Cloud, Tifa und Sephiroth treffen, könnt viele der Lokalitäten im neuem 3D Gewand auskundschaften und dürft einige der Flashbacks aus dem siebten Teil eigenhändig nachspielen. Gleichzeitig vertieft das Prequel die Hintergründe der Ereignisse, welche erst in Final Fantasy VII vollends zu Tage treten und erweitert die ohnehin schon komplexe Welt um viele Details, die der geneigte Fan zu schätzen wissen wird. Doch die gesunde Mischung aus alt und neu sowie eine ergreifende Geschichte angetrieben von komplexen Charakteren ist Grund genug, dass selbst Unkundige des Originals sich nicht aussen vor gelassen fühlen dürften.
Sieben Jahre vor den Ereignissen des Originals folgt Crisis Core dem Weg von SOLDIER-Mitglied Zack Fair, dessen zentrale Rolle in Final Fantasy VII etwas unter den Teppich gekehrt wurde. Dabei verfolgt das Spiel eine Vielzahl an Handlungsträngen wie der wachsenden Freundschaft zwischen Zack und Cloud, der Beziehung zum Blumenmädchen Aerith oder dem geheimnisvollen Project G, welches mit dem Verschwinden des SOLDIER-Mitglieds Genesis in Verbindung gebracht wird. Der Fokus auf viele Nebengeschichten anstelle eines zentralen Plots verhindert zwar, dass der Handlung eine Tragweite ähnlich jener anderer Final Fantasy Titel zugeschrieben werden kann, doch letzten Endes verwebt sich jeder einzelne Handlungsstrang in Zacks Leben und dessen Wandlung vom aufbrausenden Hitzkopf zum idealistischen Helden, so dass die Handlung selbst ohne diese epischen Ausmasse zu einer der Bewegendsten der Serie gezählt werden darf. Die aussergewöhnliche Erzählung gipfelt denn auch in einem fantastischen, emotionalen Ende, welches Gameplay und Erzähltechnik in einzigartiger Weise miteinander vermischt und das selbst alteingesessenen Fans, die zu wissen glauben, wie das Ganze ausgehen wird, äusserst nahe gehen dürfte.

Nebst einigem Bekanntem bringt Crisis Core aber auch jede Menge Neues mit sich und wer mit einer Spielerfahrung ähnlich der des Originals gerechnet hat, wird überrascht sein zu hören, dass einem hier ein waschechtes Action-RPG geboten wird. Dementsprechend konzentriert sich das Spiel vorrangig auf jede Menge Konflikte, welche mit Waffengewalt gelöst werden wollen. Doch anstelle eines 3er-Grüppchens kontrolliert ihr hier ausschliesslich den guten Zack und das actionreiche Kampfsystem läuft im Gegensatz zum Vorbild 'fast' in Echtzeit ab. Mit 'fast' ist gemeint, dass all eure Befehle an Zack in kurzen Intervallen abgearbeitet werden, während ihr euch frei über die kleine, durch unsichtbare Barrieren eingegrenzte Kampfarena bewegen könnt, um Feinden beispielsweise in den Rücken zu fallen, was deutlich mehr Schaden verursacht. Gegner werden dabei automatisch anvisiert, was bei der teilweise ungünstigen Kameraführung, welcher ihr zumindest im Kampf hilflos ausgeliefert seid, durchaus willkommen ist, auch wenn das Spiel ärgerlicherweise nicht immer das von euch gewünschte Monster anvisieren will. Ausser seinem Standard-Angriff kann Zack auf Knopfdruck auch Blocken, um den Schaden zu verringern oder mit einer eleganten Seitwärtsrolle den Attacken seiner Feinde sogar ganz ausweichen, was allerdings wie auch einige Sonderattacken an Zacks AP-Leiste zehrt.
Game Info
- Genre: Rollenspiel
- Entwickler: Square Enix
- Publisher: Koch Media
- Spieler offline: 1




