Secret Agent Clank

Secret Agent Clank Test / Review

Sollte Clank einmal in der Klemme stecken, steht ihm ein getreues Trio von Gadgebots zur Seite, welche in mehreren, separaten Leveln die grauen Zellen stimulieren, meist um ihrem Boss an anderer Stelle den Weg freizuräumen. Ihr kontrolliert dabei jeweils ein Mitglied des Dreiergespanns, während die Kameraden mit einfachen Befehlen wie 'Folgen', 'Warten' oder 'Angreifen' durch die mit Schaltern und beweglichen Plattformen gefüllten Umgebungen maneuvriert werden. Oft läuft es dabei darauf hinaus, einen der Gadgebots per Teamarbeit an mehreren Hindernissen vorbei zu einem Stromagregat oder Hebel zu führen. Die Komplexität eurer Aufgaben steigt dabei zwar kontinuierlich an, bleibt aber meist so überschaubar, dass auch denkfaule Zeitgenossen mit ein wenig Trial & Error ohne weiteres ans Ende jedes Abschnitts kommen werden.

Abseits von Clanks Spionageeinsätzen darf sich auch der inhaftierte Ratchet über genügend Aufmerksamkeit freuen, wahrscheinlich sogar mehr als ihm lieb ist. Wie sich nämlich herausstellt, stecken die meisten seiner Zellengenossen wegen ihm hinter Gittern und wollen sich dafür 'erkenntlich zeigen'. Glücklicherweise schafft es Clank, seinem Freund per Kuchenlieferung regelmässig neue Schiessprügel zukommen zu lassen, was für Chancengleichheit sorgt. Ratchets Einsätze erinnern allesamt stark an die Arenakämpfe der übrigen Ratchet and Clank Titel und lassen den grossohrigen Helden gegen Welle um Welle von wütenden Mitgefangenen antreten. Trotz eigenständigem Waffenarsenal und einigen witzigen Lokalitäten wie den Gemeinschaftsduschen des Zelltrakts werden Ratchets Level aber aufgrund der fehlenden Abwechslung auf Dauer etwas langatmig.

Das humoristische Highlight sind die kurzen Episoden in den Schuhen von Captain Qwark. Dieser durchreist mit einem Autobiographen gerade die gesamte Galaxis und schildert vor Ort seine heroischen, aber komplett erfundenen Abenteuer, wie die Rettung einer Gruppe Weltraum-Nonnen, welche ihr spontan nachspielen dürft. Während dem Spielen steigert sich der Möchtegern Superheld in immer wildere Erzählungen und macht euch das Leben dabei zusehends schwerer. Da fällt ihm beispielsweise plötzlich ein, dass die Gegner viel grösser, stärker und zahlreicher zugegen waren, was prompt vom Spiel umgemünzt wird. Das Ganze gipfelt in einer epischen Schlacht gegen See-Lemuren und Schlammwesen auf einer Opernbühne, welche von Erzähler Qwark im Hintergrund mit einer herzhaft dargebotenen Arie begleitet wird.

Trotz einigen neuen Ideen drängt sich der Vergleich zum ersten PSP Ableger des dynamischen Duos natürlich auf und wer Size Matters gespielt hat, wird sich auch hier schnell zurecht finden. Die schon damals hervorragende Steuerung ist praktisch identisch und auch ich empfehle, als Erstes das Strafing zum besseren Zielen auf den Analogstick umzustellen. Nach wie vor etwas unübersichtlich ist aber die zu nah herangezoomte Kamera, welche Distanzen bei Sprungpassagen nur schwer abschätzen lässt und sich leider auch nicht in der Höhe verstellen lässt, um tiefergelegene Vorsprünge zu begutachten. In engen Räumlichkeiten kommt es ausserdem häufig vor, dass die virtuelle Kamera an Ecken und Wänden hängenbleibt und euch keine optimale Übersicht gewährt, was insbesondere bei den erwähnten Beschattungsmissionen häufiger zum Problem wird.

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Game Info

  • Genre: Jump&Run
  • Entwickler: High Impact Games
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 07.07.2008 (erschienen)

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