
LocoRoco 2
LocoRoco 2 Test / Review
Über zwei Jahre ist es nun schon her, dass Sony mit Loco Roco ein buntes Jump&Run der etwas anderen Art aus dem Hut zauberte. Die singenden Farbkleckse eroberten damals unser Herz im Sturm. Nun landete endlich das zweite Abenteuer im UMD-Schacht unserer PSP.
Wie mein Kollege bereits im Preview zu Loco Roco 2 schrieb, hat sich an den Grundmechanismen des Erstlings kaum etwas geändert. Nach wie vor dirigiert ihr die bunten Loco Rocos nur indirekt durch neigen der gesamten Spielwelt durch die Levels. Dies geschieht durch einfaches Drücken einer der beiden Schultertasten, während das gleichzeitige Betätigen beider Buttons den kleinen Schützling zu einem Sprung veranlasst.
Das grundsätzliche Ziel des Spiels ist das Verschlingen aller 20 roten Blumen in jedem der insgesamt 25 verfügbaren Levels. Mit jeder gemampften Blüte nimmt der fröhlich lächelnde Zeitgenosse aber auch sichtlich an Umfang zu. Damit ihr dennoch durch die engeren Levelabschnitte kommt, lässt sich der dicke Blobb mittels Druck auf die Kreis-Taste in seine "Einheiten" aufteilen. Habt ihr also bereits zehn Blumen gefunden, blicken euch nach der Aufteilung ganze zehn Loco Rocos entgegen. Diese Gruppe unter Kontrolle zu haben ist entsprechend auch weitaus schwieriger, weshalb ihr eindeutige besser dran seid, wenn ihr mit nur einem Kerlchen durch die Levels kullert. Dennoch ist es in regelmässigen Abständen zwingend nötig, den dicken Klops in kleinere Gruppen aufzuteilen.
Im direkten Vergleich zum Vorgänger wurde das Sammeln der teilweise gut versteckten Blumen etwas erschwert. Dies sowohl aufgrund einer grösseren Anzahl von Fallen und Gegnern, welche euch einzelne Loco Rocos kosten können, als auch wegen des stärker verwinkelten Leveldesigns. Hinzu kommt, dass die Entwickler vielerorts kleinere Puzzle-Einlagen einbauten. Deren Lösungen sind zwar meist mehr oder weniger offensichtlich, nicht selten wird euch aber ein gewisses Geschick im Umgang mit der indirekten Steuerung abverlangt. Ebenfalls neu sind Ausflüge unter Wasser: Hier verhält sich die Steuerung verständlicherweise merklich anders, weshalb ihr euch hauptsächlich durch das Ausführen von kleinen Sprüngen in Richtung der momentanen Neigung bewegt.
Die Leveldesigner bewiesen einmal mehr, dass es ihnen keinesfalls an guten Ideen und Fantasie fehlt. So kann Loco Roco 2 trotz der deutlichen Parallelen zum Vorgänger nach wie vor für ein frisches Spielerlebnis sorgen. Die insgesamt 25 Levels sind in elf thematisch unterschiedliche Gebiete aufgeteilt, so dass auch rein optisch genügend Abwechslung geboten wird. Ein besonders spassiger Abschnitt spielt sich beispielsweise im Innern eines gigantischen, schlafenden Pinguins ab, wo ein erstes Problem dabei besteht, an seinem kräftigen Atem vorbeizukommen. Später findet ihr euch in scheinbaren Sackgassen seines Innenlebens wieder und müsst den schlafenden Riesen durch sanftes Kitzeln zum Aufstehen bewegen, wodurch sich der gesamte Level auf den Kopf stellt.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: SCEJ
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 24.11.2008 (erschienen)



