
Need for Speed Undercover
Need for Speed Undercover Test / Review
Es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass die weltbekannte Need for Speed Franchise mit dem diesjährigen Serienspross Need for Speed Undercover auf der PlayStation 3 qualitativ bisher unbekannte Tiefen erreichte. Bildete beim Vorgänger Need for Speed: ProStreet ganz klar die PSP-Version das Wertungsschlusslicht, können sich Handheld-Raser in diesem Jahr zumindest über eine Verbesserung freuen.
Wie gehabt rast ihr auf dem Handheld nicht durch eine frei befahrbare Metropole, sondern wählt die anstehenden Rennen über ein einfaches Menü aus. Zwar mag dies vielleicht für einige nicht mehr ganz zeitgemäss erscheinen, dafür gibt es auch keinerlei Probleme mit dem Nachladen der Umgebungen oder der Bildrate. Im Gegensatz zur PS3-Version läuft NFS: Undercover auf der PSP nämlich angenehm flüssig und die präzise Steuerung des eigenen Wagens wird nicht ständig von groben Slowdowns verunmöglicht.
Angesichts der eher unspektakulären Umgebungen ist dies aber sicherlich keine echte Meisterleistung der Programmierer. Dass die PSP zu einer weitaus besseren Optik fähig ist, haben schon andere Rennspiele wie Ridge Racer bewiesen. Gleiches gilt es auch über die Wagenmodelle zu berichten. Insbesondere vermisst man abseits der Rennstrecke Bauten, die wirklich aus dem ansonsten vorhandenen Einerlei hervorzustechen vermögen.
Wie beim grossen PS3-Bruder greifen auch hier regelmässig die Cops ein, wenn ihr zu rücksichtslos die Verkehrsregeln brecht. Der lange Arm des Gesetzes ist zudem ziemlich schnell unterwegs und kann euch so schon mal durch eine Rammattacke den Sieg kosten. Bedauerlicherweise konzentriert sich die Polizei auch stets auf euch und lässt dabei die anderen Rennteilnehmer völlig unbeachtet passieren. Immerhin könnt ihr die Streifenwagen aber ebenfalls unschädlich machen, indem ihr deren "Lebensbalken" durch ein paar gekonnte Manöver komplett leert.
Obwohl ihr die gesamte Strassenkarte nicht frei erkunden könnt, gibt es einige Eventtypen, in welchen ihr dennoch ohne weitere Einschränkungen durch gewisse Teilgebiete rasen dürft. Dazu zählen beispielsweise auch Rennen gegen nur einen Kontrahenten, in welchen ihr für einen Sieg einen gewissen Abstand zwischen euch und den anderen Fahrer bringen müsst. Ebenso gilt es auch Verfolgungsjagden mit der Polizei zu überstehen und dabei den Jägern vor dem Ablauf eines bestimmten Zeitlimits zu entkommen. Neben diesen eher exotischen Spielvarianten warten natürlich auch die bekannten Sprintrennen von A nach B, Zeitrennen über mehrere Checkpoints und Rundkursrennen auf den geneigten Fahrer.
Das Spiel macht euch die ersten Siege nicht gerade einfach. Die gegnerischen KI-Fahrer scheinen einfach schlicht über das bessere Kurvenverhalten zu verfügen. Erschwerend kommt hinzu, dass es fast unmöglich ist, einen echten Vorsprung herauszufahren. Hier hilft euch zum einen die Investition des hart verdienten Geldes in passendes Autotuning, zum anderen die augenscheinliche Dummheit der CPU-Fahrer. Regelmässig könnt ihr so beobachten, dass die Konkurrenz mit zivilen Fahrzeugen frontal zusammenstösst, die bereits mehrere Sekunden im Voraus als mögliches Hindernis hätten erkannt werden sollen. Dies mag vielleicht in vielen Situationen gleichbedeutend mit eurem Sieg sein, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass das gesamte Spiel das Gefühl eines echten Strassenrennens verliert.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: EA Black Box
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 21.11.2008 (erschienen)



