Patapon 2

Patapon 2 Test / Review

Die Kriegstrommeln rufen wieder.

Letztes Jahr vereinte Patapon Musik-Spiel und Echtzeit-Strategie auf eine aussergewöhnliche Weise und darf nach wie vor mit zum Besten gezählt werden, was Sonys Handheld zu bieten hat. Das unter der farbenfrohen Optik und brillanten Präsentation schlummernde Spielkonzept, welches einen zum trommelnden Schutzgott über seinen Stamm von Augapfel-Wesen machte, war spielend leicht zu erlernen und bot gleichzeitig genügend Komplexität, um den anfänglichen Zauber zu überdauern.Mit Patapon 2 baut man nun auf dem geschaffenen Fundament auf und erweitert die erfolgreiche Formel auf intelligente Weise, doch dem spielerisch identischen Nachfolger fehlt es an wirklich markanten Neuerungen, um ähnlich hohe Wellen schlagen zu können wie einst der erste Teil.

Patapon 2 versetzt euch erneut in die Rolle des Trommelgottes der Patapons, dem Kriegervolk, das im ersten Teil auszog, um am Ende der Welt einen Blick auf das geheimnisvolle "ES" zu erhaschen.  Nach dem Sieg über den rivalisierenden Zigoton-Stamm am vermeindlichen Ende ihrer Reise am Ufer des weiten Ozeans angelangt, blickten die Krieger ehrfürchtig dem majestätischen Sonnenaufgang entgegen, der, so vermuteten sie, wohl das ersehnte "ES" sein musste. Unzufrieden mit dem enttäuschenden Ausgang ihres Abenteuers stachen die Patapons mit einer Arche in See, um im zweiten Teil ihren Weg fortzusetzen, doch das Unternehmen fällt nach der Begegnung mit einem Riesenkraken buchstäblich ins Wasser. Angespült in einem unbekannten, neuen Land stehen die Patapons erneut vor dem Nichts, doch mit Hilfe der heiligen Trommeln und ihrem Kampfgeist stellen sich die tapferen Krieger erneut allen Gefahren und trotzen dabei gar den dämonischen Mächten der Unterwelt.

Nicht nur die Handlung wird im zweiten Teil praktisch wieder auf Null zurückgesetzt, auch spielerisch gleichen die ersten Spielstunden jenen des Vorgängers mit noch stark begrenzten Möglichkeiten sowohl im Kampf wie auch abseits davon. Die seichte Lernkurve kommt Neulingen sicherlich zu gute, doch Trommelveteranen werden ob der starken Limitierungen die ersten Missionen möglichst schnell hinter sich bringen wollen, weshalb es durchaus erfreulich ist, dass auch ein Spielstand des ersten Teils importiert werden kann, um mit den gehorteten Ressourcen den Ablauf etwas zu beschleunigen. Wer ohne Vorkenntnisse einsteigt, wird hingegen beginnend mit den Grundlagen allmählich an die komplexe Kriegsführung im Vier-Vierteltakt herangeführt.

Grundsätzlich bleibt alles beim alten und ihr dirigiert nach wie vor eure stolze Armee von Patapons von links nach rechts im Rhythmus der Musik über eine weite 2D Ebene. Quadrat, Kreis, X und Dreieck sorgen dabei für die verschiedenen Klänge, welche richtig kombiniert und im korrekten Takt gespielt von euren Truppen als Befehle wie "Vorrücken", "Angreifen" oder "Verteidigen" interpretiert werden. Die Auswahl an Kommandos wird gegenüber dem Vorgänger zwar nur marginal um zwei Stück erweitert, doch sind die Patapons auch so für alle Eventualitäten gerüstet und die begrenzte Zahl an zu erlernenden Kombinationen geht so schneller ins Blut über, was bei den oft hektischen Gefechten über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

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Game Info

  • Genre: Strategie
  • Entwickler: SCEJ
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 4
  • Releasedatum: 11.03.2009 (erschienen)

Leserwertung

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