Monster Hunter Freedom Unite

Monster Hunter Freedom Unite Test / Review

Natürlich lässt sich der Herausforderungsgrad mit bis zu drei menschlichen Mitstreitern nicht nur massiv senken, auch macht die Monsterjagd so dank mehr taktischen Optionen und Teamplay sehr viel mehr Spass als alleine. Enttäuschend daher, dass Capcom es einmal mehr versäumt hat, einen echten Online-Modus ins Spiel einzubauen und man für Kameradenhilfe einmal mehr auf AdHoc angewiesen ist. In Japan, wo der Titel geradezu zum Kulturgut geworden ist, mögen sich so schnell einmal einige Gleichgesinnte in der näheren Umgebung finden, hierzulande darf trotz kräftig gerührter Werbetrommel kaum ein ähnlich grosser Erfolg erwartet werden (Sorry, Capcom, ich bin jetzt mal realistisch.) Wer also nicht ein paar Freunde zum gemeinsamen Kauf überreden kann, wird oft alleine durch die verschiedenen Landschaften von Freedom Unite ziehen.

Als halbherziger aber dennoch gern genommener Ersatz für einen Online-Modus darf neu ein Felyne-Krieger unter Vertrag genommen werden, der einem auf Wunsch bei jedem Auftrag zur Seite steht. Die pelzigen Katzenwesen waren zuvor nur als Küchenpersonal tätig, können nun aber ordentlich einstecken und lenken insbesondere in unangenehmen Situationen mit mehreren Monstern deren Aufmerksamkeit öfters mal von euch ab. Dennoch ist Vorsicht geboten, da man sich gegenseitig verletzen kann und mein miauender Gefährte verfehlte sein Ziel und erwischte stattdessen mich mit einer seiner Wurfbomben bei mehr als einer Gelegenheit. Nicht immer lag der Fehler aber bei uns beiden, als vielmehr der nach wie vor stellenweise etwas störrischen Steuerung.

Hauptproblem ist, dass der Titel sehr starre, lange Animationsphasen verwendet und da weder Lock-On noch ein geringes Auto-Aim verfügbar ist, kann ein Hieb gegen kleinere Tiere gerne einmal daneben gehen, weil man ein paar Grad in die falsche Richtung blickt, worauf man einige Sekunden hilflos darauf wartet, bis der Angriff ausgeführt ist. Manuelle Anpassung ist nach dem Ausholen nicht mehr möglich und selbst beim Aneinanderreihen von Combos, lässt sich die Richtung schwer ändern. Zweiter Übeltäter ist dabei die Kamera, die einen komplett die Orientierung verlieren lässt, sobald man gegen eine Wand gedrängt wird. Auch die eigentliche Bedienung mit dem Zeigefinger auf dem Digitalkreuz ist schlicht unkomfortabel, da gleichzeitig der Charakter mit dem Daumen bewegt werden muss, was zum einen oder anderen Fehlschlag führt.

Dabei kann sich der Titel durchaus sehen lassen mit malerischen Landschaftsbildern und erfreulich detailierten Charaktermodellen, insbesondere was die eigene Spielfigur angeht. In Sachen Individualisierung stehen euch bereits zu Beginn Unmengen an Möglichkeiten aus Frisuren, Gesichtsmerkmalen und Stimm-Mustern zur Auswahl, doch so richtig los geht es, sobald sich einem die ersten Rüstungsteile zur Verfügung stehen. Jedes Accessoir besitzt ein einzigartiges Aussehen nach dem Material, aus dem es besteht, wie ein Stahlpanzer aus Eisenerz, Lederhandschuhe aus Raptorenhaut und dicke Pelze aus den Fellen der affenartigen Conga. Besonderes Augenmerk gilt aber auch den Wyvern, die fantasievollen, gewaltigen Drachenwesen, die nicht selten den gesamten Bildschirm füllen können. Nicht nur ist ihr Anblick imposant und furchteinflössend, auch freut man sich über viele kleine Details in ihren Animationen, die nicht selten Auskunft über deren Konstitution und Aggression geben.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Spieler offline: 4
  • Releasedatum: 26.06.2009 (erschienen)

  • Teilinstallation auf Festplate: Optional
  • Grösse der Installation: 580 MB

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