Dissidia: Final Fantasy

Dissidia: Final Fantasy Test / Review

Ein Versäumnis ist leider einmal mehr das Fehlen eines richtigen Online-Modus, doch was das Spiel allein im AdHoc Betrieb zu bieten hat, kann sich dennoch sehen lassen. Neben der erwartungsgemässen Versus-Option gegen einen Gleichgesinnten, lassen sich untereinander Freundeskarten austauschen. Mit diesen kann sodann offline gegen einen "Geist" gespielt werden, welcher die Spielweise seines Besitzers mehr oder weniger emuliert. Die Besonderheit ist, dass beim nächsten zusammentreffen die Freundeskarten aktualisiert werden können und jeder Spieler Belohnungen erhält, wenn der Andere seit dem letzten Treffen gegen den eigenen Geist angetreten ist. Abgerundet wird die eindrückliche Feature-Liste von einem Replay-Editor, mit dem die spektakulärsten Momente aufgenommen und als Video gespeichert werden können.

In Sachen Präsentation zeigt sich Dissidia einem Final Fantasy Fan-Paket mehr als würdig mit unzähligen, liebevollen Details, welche besonders Serien-Veteranen zu schätzen wissen. So stehen nebst den 24 spielbaren Charakteren viele weitere Bekanntheiten wie Selphie oder Quistis mit Rat und Tat zur Seite, ein eifriger Chocobo sammelt regelmässig neue Schätze für euch und Moogles schicken einem witzige Nachrichten. Auch technisch überzeugt der Titel in allen Belangen mit detailierten Charaktermodelle, grossartigen Zaubereffekten und einer stets soliden Framerate. Um die Ladezeiten zu verkürzen, lassen sich zudem bis zu 580 MB an Spieldaten auf dem Memory Stick platzieren, eine Option, die sich auf Dauer durchaus lohnt. Grösste Spassbremse ist allerdings die miese Kamera, die besonders in engen Arealen keine optimale Sicht auf das Geschehen zulässt und in Extremfällen schon mal für die eine oder andere unverschuldete Niederlage sorgen kann.

Eher durchschnittlich ist ausserdem die wenig packende Sprachausgabe, welche trotz kompletter Vertonung in den Zwischensequenzen nur wenig Emotionen auf kommen lässt. Hier trägt das fade Skript sicherlich eine nicht unwesentliche Teilschuld mit nichtssagenden Dialogen und schlechtem Timing, was der ohnehin wenig spannenden Story nicht gerade hilft. Umso fantastischer ist dafür der Soundtrack. Mit über 30 Stücken aus vergangenen Final Fantasy-Teilen dürften insbesondere Nostalgiker selbst während den hitzigsten Kämpfen plötzlich in Erinnerungen schwelgen oder vorausschauend einen Abstecher in den im Spiel enthaltenen Musikplayer werfen.

Eingetragen von cb
am 29.09.2009 13:31

Fazit

Als Final Fantasy Fan ging ich mit ein wenig Unbehagen an Dissidia heran. Würde Square Enix wohl allein auf die Popularität seiner Spiele-Ikonen vertrauen und ein halbherziges Beat'em Up auf den Markt werfen? Die Antwort ist glücklicherweise ein klares 'Nein'. Über ordentlich Fan Service freut man sich als Anhänger der RPG-Reihe natürlich gerne, doch unter seiner Oberfläche verbirgt sich ein durch und durch interessantes, wenn auch unkonventionelles Fighting Game. In Sachen Spieltiefe und Komplexität erreicht man vielleicht nicht ganz die Genre-Spitze, doch eine Fülle an Spielmodi, freischaltbarer Charaktere, sowie ein konstanter Fluss an Belohnungen und Motivationshilfen sorgt ohne Weiteres für mehr Langzeitspass als so manch namhafte Konkurrenz, auf der PSP oder anderswo.

Wertung

Gameplay
8.2
Langzeitmotivation
9.0
Präsentation
8.9
Grafik
8.3
Sound
8.3
Total
8.4
Sehr Gut
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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Square Enix
  • Publisher: Square Enix
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 03.09.2009 (erschienen)

  • Teilinstallation auf Festplate: Optional
  • Grösse der Installation: 584 MB

Leserwertung

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