
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Jak and Daxter: The Lost Frontier Test / Review
Nach einem Abstecher in die Welt der Rennspiele und Daxters Solo-Auftritt im gleichnamigen PSP-Titel, vereint Jak and Daxter: The Lost Frontier das dynamische PS2-Duo nach langer Zeit wieder in einem reinrassigen Jump & Run Abenteuer.
Da Naughty Dog zur Zeit mit ihrer Uncharted-Reihe auf der PS3 Erfolge feiert und Preise einheimst, liegen die Pflichten diesmal bei Entwickler High Impact Games, die bereits mit Ratchet & Clank: Size Matters und Secret Agent Clank Erfahrungen auf Sonys Handheld sammeln konnten. Dieses Wissen floss auch in The Lost Frontier, das sich spielerisch wieder mehr an den Anfängen der Serie orientiert und vermehrt auf knifflige Sprungpassagen, versteckte Sammelobjekte und nach festen Mustern ablaufende Bosskämpfe setzt. Aufgepeppt wird das Ganze durch erstaunlich robuste Luftkampf-Missionen, Jaks neue Eco-Kräfte sowie kurzen Episoden mit einem dunklen Daxter, doch Gameplay-Schwächen und eine störrische Kamera lassen den Glanz alter Tage etwas vermissen.
Wer den chronologisch letzten Teil der Serie nicht gespielt oder die Ereignisse seither schlicht vergessen hat, wird zu Beginn etwas ins kalte Wasser geworfen, doch glücklicherweise ist die Handlung ohnehin simpel gehalten und schnell erzählt. Nachdem die weltweiten Eco-Vorräte langsam zur Neige gehen, machen sich Jak, Daxter und Eco-Weise in Ausbildung Keira auf zum Rand der Welt, um dort nach neuen Quellen zu suchen. Anstatt mehr von der magischen Essenz finden sie aber eine Bande Luftpiraten wie auch ein kleines Königreich mit ähnlichen Zielen, knüpfen notgedrungen neue Bündnisse, enthüllen dunkle Vergangenheiten und erkunden verlassene Precursor-Ruinen. Unnötig zu erwähnen, dass der Geschichte selbst nur wenig Gewicht zufällt, die sich meist darauf beschränkt, einen ständig auf irgend eine Insel zu schicken, um irgend einen Gegenstand aufzusammeln, wobei ab und zu erst noch den Einheimischen eine helfende Hand gereicht werden will. Immerhin freut man sich über gut produzierte, vorgerenderte Zwischensequenzen, die zu Hauf und in regelmässigen Abständen das Spiel immer wieder auflockern.

Während Jak 2 und 3 sich mit ihrem düstereren Setting und Open-World Struktur gefüllt mit Dutzenden von Nebenbeschäftigungen vom ersten Teil abwandten, fühlt sich Lost Frontier wie eine Rückkehr zu den Wurzeln der Serie an. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Jump & Run Einlagen, während bei den kurzen Auseinandersetzungen mit fiesen Robotern, wilden Bestien oder schlichten Kneipenschlägereien trotz aufstockbarem Waffenarsenal des öfteren Jaks Fäuste zum Zuge kommen. Sogar Jaks dunkle Fähigkeiten sind aufgrund von Eco-Schwankungen zu instabil und gefährlich geworden, dafür findet man auf seinen Wegen immer wieder antike Precursor-Statuen, die unserem Helden neue Eco-Kräfte verleihen. So lässt sich ein roter Energieball herbeibeschwören, der bei Beschuss eine gewaltige Explosion auslöst, grüne Eco-Kristalle dienen als temporäre Plattformen über Abgründe und Lavaseen und ein runder Schutzschild hält nicht nur Feindbeschuss stand, sondern lässt einen auch gefährliche Eco-Flüsse überqueren.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: High Impact Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 18.11.2009 (erschienen)




